„Wege, Entscheidungen, Gemetzel“: Karl Haucke spricht beim Podcast der UAK Münster über Aufarbeitung
„Thema statt Tabu“, der Podcast der Unabhängigen Aufarbeitungskommission (UAK) Münster, hatte letzten Monat Karl Haucke zu Gast.
Haucke ist selbst Betroffener von Missbrauch in der katholischen Kirche und setzt sich seit Jahren für Aufarbeitung ein: er ist unter anderem der aktuelle Sprecher der Landeskommission NRW zur Etablierung von Standards zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche.
In der Folge „Wege, Entscheidungen, Gemetzel“ sprechen er und Podcast-Host Ulrike Overkamp über Karls Arbeit als Aktivist, seine eigene Geschichte mit Missbrauch und individueller Aufarbeitung und die fehlende Verantwortungsübernahme durch die Kirche.
Karl Haucke sagt, er wäre seit dem Missbrauchsskandal 2010 wütender geworden: Die moralische Verwahrlosung des Machtapparates der Kirche, das Wegsehen des Staates und der Mangel an Sensibilität in der Bevölkerung für die vielen Betroffenen machen ihn traurig, wütend und manchmal auch müde.
Trotzdem macht der 75-Jährige immer weiter. Erst vor kurzem hat er bei unserer Fotoausstellung „Sichtbarkeiten“ Führungen gegeben, um den Geschichten Betroffener auch in Berlin eine Bühne zu bieten.
Was ihn antreibt, die größten Herausforderungen und die Notwendigkeit von Standards bei der Aufarbeitung – das und vieles mehr können Sie sich auf Spotify, Apple Podcasts oder unter https://uak-muenster.de/podcast/ anhören.