Christian Weisner von ‚Wir sind Kirche‘ über Missbrauch und Papst Leo XIV: „Das wird noch eine lange Aufgabe sein“

Die Kirchenvolksbewegung Wir sind Kirche ist 1995 durch den Wiener Missbrauchsskandal entstanden und setzt sich seitdem für Neuerungen in der katholischen Glaubensgemeinschaft ein.

Mitbegründer Christian Weisner zieht am Interview mit Deutschlandfunk am 24. Dezember eine erste Bilanz zu Papst Leos bisheriger Amtszeit und schaut nach vorne – mit Hoffnungen zum Frauendiakonat, Reform und „Kante zeigen“ gegenüber rechtskonservativen Kräften in der Kirche.

Christian Weisner (Wir sind Kirche) erwähnt: 2025 trifft Matthias Katsch Papst Leo XIV

Auch zum Thema Missbrauch äußert sich Weisner: „Es schon sehr bedeutend, dass Papst Leo sich nicht nur mit einzelnen Missbrauchsbetroffenen getroffen hat, sondern wirklich auch vor kurzem mit sechs Betroffenenorganisationen – hier aus Deutschland zum Beispiel Matthias Katsch von Eckiger Tisch.“

Im Oktober hatte Ending Clergy Abuse (ECA) mit Vertretern aus verschiedenen Ländern – darunter auch Katsch (siehe Foto) – als erste internationale Betroffeneninitiative eine Audienz bei Papst Leo, um Reformvorschläge zu teilen.

„Das heißt, er sieht dies auch als Strukturproblem. Das heißt, es braucht Organisationen, um dieses anzugehen. Aber das wird noch eine lange Aufgabe sein.“, so Weisner.

Wie auch Eckiger Tisch ist Wir sind Kirche Teil des Bündnisses von Unterstützenden, die in einem Gnadengesuch für den inhaftierten Missbrauchsbetroffenen Andreas Perr Therapie statt Haft fordern. Weitere Informationen dazu finden sie hier.

Deutschlandfunk (24.12.2025): Christian Weisner, Wir sind Kirche, zu: Ein Jahr Papst Leo XIV: