
Danke Janosch!

Danke Janosch!

Ackermann ist einer von drei Kirchen- vertretern unter insgesamt 61 Teilnehmern des Runden Tisches (die anderen beiden sind Jesuiten-Privinzial Dartmann sowie Karl Jüsten, der „Leiter des Kommissariats der deutschen Bischöfe – Katholisches Büro in Berlin“).
Einige Pressestimmen:
Die Berliner Zeitung titelt „Missbrauchsopfer fühlen sich ausgeschlossen“.

Auf Spiegel Online kritisieren Grüne und Kinderschutzbund den Runden Tisch.

Hier die offizielle Teilnehmerliste
Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnar- renberger sagte dazu auf Deutschlandradio Kultur (16. April 2010), am Runden Tisch der Bundesregierung sollen „Vertreter von Opfern ihre Erfahrungen, ihre Kenntnisse, ihre Eindrücke mit einbringen, denn wir wollen hier nicht über die Opfer reden, sondern wir wollen da natürlich auch die Gelegenheit schaffen, gerade mit Opfern ins Gespräch zu kommen.“
Und warum sind wir dann nicht eingeladen?

Fax: 030-1855 541 555
Email: kontakt@ubskm.bund.de
Postanschrift: 11018 Berlin

In dieser Gemeinschaftsproduktion von NDR, WDR und RBB kommen ausführlich zwei Missbrauchsopfer von Statt zu Wort.
Hier zwei kurze Radiobeiträge über diese Reportage: Ein Beitrag vom NDR sowie ein kurzes Interview mit der Journalistin Margarethe Steinhausen. Weitere Informationen hier
Wiederholungstermin: Phoenix, 12./13. Mai 2010, 00:00 Uhr

Gäste: Bundesfamilienministerin Kristina Schröder, der Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke, der Theologen und Pädagoge Bernhard Bueb, Wolfgang Niedecken, Thomas Pfister, Rechtsanwalt und Sonderermittler im Fall Kloster Ettal, sowie Ursula Enders, Leiterin und Mitbegründerin von „Zartbitter“.

Hier ein Erlebnisbericht:
Nach einer Eingangskontrolle vor dem Gebäude durch zwei junge Damen (Raue: „Das sind Freundinnen meiner Tochter„), die die Namen der ehemaligen Missbrauchsopfer kontrollierten („Bitte bringen Sie Ihren Personalausweis mit“), konnte es auch schon losgehen.
Auf dem „Podium“ präsentierte Frau Raue ihr neues Kompetenzteam: Drei bisher völlig unbekannte Personen, die Frau Raue aber beruhigenderweise schon lange kennt, nämlich Herr Dr. Nevermann („Meine Tochter ist auf dem Canisius-Kolleg„) sowie eine junge Frau mit unbekanntem Namen („Meine beiden Geschwister waren auf dem AKO„) und einen älteren Herrn (Aldo Graziani? – „Ich war neun Jahre lang in einem Landschulheim„). Es blieb jedoch auch nach einer von den überraschten Teilnehmern gewünschten Vorstellung der drei Personen völlig unklar, warum Frau Raues Freunde („Ich kenne Frau Raue schon seit den 60er Jahren„) jetzt auch mitmachen.
Frau Raue kam nicht mit leeren Händen, sondern hatte Infomaterial vorbereitet: Jeder Betroffene bekam ein fotokopiertes Blatt mit der Tagesordnung.
(wird fortgesetzt)
Zu Ostern schrieb eine Gruppe von Betroffenen aus den ehemals vier Jesuiten-Schulen in Berlin, Bonn, Hamburg und St. Blasien an die Jesuiten in Deutschland, die sich in der Woche nach Ostern zu ihrer Jahrestagung trafen. In dem Schreiben werden konkrete Fragen und Forderungen formuliert.
UPDATE: Eine Antwort des Provinzials liegt seit heute vor. Das Schreiben enthält u.a. ein Gesprächs- angebot und erklärt die Bereitschaft, sich den Fragen zu stellen.
Der im Original namentlich gezeichnete Brief, dem sich weitere Betroffene angeschlossen haben, wird im folgenden dokumentiert. Wer sich den Fragen und Forderungen inhaltlich anschließen bzw. diese unterstützen möchte, kann dies gerne über die Kommentarfunktion tun.
An die Jesuiten in Deutschland
Da Sie in diesen Tagen zusammengekommen sind, um im Vorfeld des Osterfestes wohl auch über die Ereignisse der letzten acht Wochen nachzudenken, schreiben wir Ihnen diesen Brief.
Bisher verweigern Sie sich aus unserer Sicht einer direkten Auseinandersetzung mit den Opfern an den Jesuiten-Einrichtungen in Deutschland. Stattdessen verweisen Sie auf die Missbrauchsbeauftragte des Ordens.
Die Fragen, die wir an Sie haben, können uns jedoch durch keine Ombudsfrau beantwortet werden.
Wir fragen Sie konkret:
Wenn Sie diese Fragen für sich beantwortet haben, dann sind wir gewiss, dass Sie bereit sein werden, auf unsere Forderungen einzugehen:
Um Ihre Antworten zu hören, werden wir Sie in den kommenden Wochen zu einem Gespräch an einen Tisch einladen, der allerdings nicht rund sein wird.
Ostern 2010
Matthias Katsch * Thomas Weiner * Matthias Jost * T.N. * A. S. * Christian Georg Thibault * T. Z.
sowie weitere Unterzeichner:
Ronald H. * Marcello Moschetti * Mathias Bubel * A. J. * Robert Schulle * T.R. * Prof. Dr.Gernot Lucas * Stephan Lobert * Anselm Neft



Start: 12:00 Uhr in Berlin-Mitte (Luisenstraße 32-34 / Nähe Hauptbahnhof)
Abschlusskundgebung: 13:30 Uhr vor dem Brandenburger Tor

Lesenswert, denn er zeichnet ein gutes Stimmungsbild zur Atmosphäre am AKO, das der Autor den seltsamen Soldiaritäts- bekundungen ehemaliger Schüler des AKOs mit dem Kolleg und den Tätern entgegen hält.
Er endet seinen Artikel in „Verbundenheit nur mit den Betrogenen, Missbrauchten, Enttäuschten, Entmachteten, Ausgenutzten, Übergangenen und Ungehörten.“
Danke!
Im WDR berichtete am 8.3. 2010 ein Betroffener von dem, was ihm vor 60 Jahren am AKO widerfahren ist.