Erzbistum Berlin stellt bisher unveröffentlichten Teil seines Gutachtens über Missbrauch durch Geistliche ins Internet

Das Erzbistum hat den im bisher unveröffentlichten Teil seines Gutachtens über 61 Beschuldigte sexuellen Missbrauchs mit Schwärzungen auf der Webseite des Bistums veröffentlicht.

https://www.erzbistumberlin.de/hilfe/sexualisierte-gewalt/aufarbeitung/

Eine erste Sichtung zeigt, wie schwer sich das Bistum und seine Verantwortlichen in der Vergangenheit aber auch noch nach 2010 im Umgang mit Opfern und Aufarbeitung getan haben.

Ein Thema das dabei deutlich wird ist die Frage nach der Verantwortung in Bezug auf Geistliche, die bei Ordensgemeinschaften angestellt waren. Das betrifft den Serientäter vom Canisius Kolleg Peter Riedel ebenso wie die nicht genannten Täter, wie Wolfgang Statt und Peter Ehlen, die jeweils in der Jugendarbeit des Bistums eine Rolle gespielt haben. Ein weiteres Beispiel ist ein vom Salesianer-Orden in Berlin Kladow betriebene Kinderheim, wo es verschiedene Beschuldigte über die Jahrzehnte gab.

Schließlich eine weitere Beobachtung: der Umgang mit den Pfarrgemeinden, die oft im Unklaren gelassen worden, muss dringend angeschaut werden.

 

Eckiger Tisch