Aufarbeitung, Hilfe und Entschädigung stehen immer noch auf der Agenda

2015-01-26_MKatsch

Statement von Matthias Katsch in der Presse-Konferenz zum Stand der Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in Deutschland, im Jahre 5 nach “Canisius”:

Hier die schriftliche Erklärung für die Journalisten in der Bundespressekonferenz anlässlich des 5. Jahrestages der Veröffentlichung der Missbrauchsfälle am Canisius-Kolleg: 2015-01-26_Matthias Katsch_ECKIGER TISCH

Eine gute zusammenfassende Darstellung findet sich in der Süddeutschen Zeitung: “5000 Euro für die Seele eines Kindes”.

Weitere Bilder von der PK sowie die Texte der anderen Statements und weiterführende Informationen finden sich auf der Webseite des Unabhängigen Beauftragten.

 

Eckiger Tisch

164 comments

Ja, Unterwegs, hab mich vertan. Im INterview bzw dem, was draus gemacht wurde, steht so manches..Ich stark ist natürlich immer nur die halbe Miete.Man weiß es ja von vergewaltigten Frauen. Ich Schwäche ist durch katholische Kirche geschaffen worden. Das wäre mal zu erkennen kirchlicherseits. Und w i e die Kirche das geschafft hat, bereits den Eltern der Schüler das Gehirn wegzublasen.Die geistigen Verbrechen der Kirche wären mal ein Promotionsthema.

Zur Klarstellung:

Die Frage:

“Muss ich mir zu Punkt (4) in der Praxis ernsthafte Sorgen machen?”

war von mir -unterwegs – gestellt.

Über Ihre Auskunft als Kennerin der Jesuitenszene

“Sie müssen sich keine Sorgen machen.”

bin ich sehr beruhigt. :-)

Ich hatte aber schon vorher angenommen, dass Klaus Mertes – den ich persönlich nie kennenlernen durfte – nicht aus dem großen Tal der sexuell Ahnungslosen kommt. Diese Meinung hatte ich mir aufgrund diverser Texte von ihm gebildet.

Also Entwarnung von Ihrer Seite, XYZ:

Die Leitung der Schule ist zur Zeit sexuelle erfahren und kompetent. :-)

Aber:

Was soll in Zukunft werden?

Irgendwann geht der Mann ja – innerhalb oder außerhalb des Ordens – in Rente. Er ist ja schon über 60. Und was dann?

Ihrem Satz oben, XYZ

“Ich-starke Jugendliche lassen sich nicht mißbrauchen, In der Tat….”

stimme ich in dieser Formulierung so nicht zu:

Wenn irgendein Erwachsener brutal gewalttätig wird, hat niemand eine Chance, kein Kind und auch kein Jugendlicher.

Ich-starke Jugendliche lassen sich nicht mißbrauchen, In der Tat und aus dem Grund hat ja Kirche hauptamtlich das Ich seiner Schafe geschwächt mit Priester ist der Stellvertreter Gottes und was der macht, macht Gott.Ich gleich Egoismus gleich Sünde. D a s wäre doch mal ein Forschungsobjekt. Wie stark sind kirchenfrei aufgewachsene Jugendliche?Katholische Kirche verbietet bis heute das Selberdenken, mischt sich in alles ein, was sie nichts angeht. Wo bleibt da das Ich? Plädoyer, den konfessionellen Religionsunterricht in katholischen Schulen zu verbieten.Und vielleicht braucht der Mißbrauch eher einen Sektenbeauftragten als einen Therapeuten? In diesem Beitrag auf Jesuiten.org fehlt 100 Prozent die Ursachenerkenntnis.Macht, die den Priestern nicht zusteht. Die sie sich zusammenfantasieren.

Zitate aus einem Kommentar von Angelika Oetken bei SPON:

Gestern, 21:50 von ergo-oetken
„Hätten Sie`s gewusst?

….Deren Beantwortung kann für die Mitglieder eines Ordens, der den derzeitigen Papst stellt und deren Angehörige sich gern als “Schlaue Jungs” tituliert wissen, zur Falle werden………….

http://www.spiegel.de/forum/panorama/katholische-kirche-wurde-eigentlich-aus-dem-missbrauchsaufklaerer-pater-mertes-thread-227011-2.html#postbit_23849911

XYZ,

dazu meine folgenden Thesen:

(1) Papst Franziskus würde in einem IQ – Test nicht mit sehr hohem IQ als Spitzenbegabung abschneiden.

Das gilt auch für viele andere Menschen im Alter von 78 plus.

Jorge Bergoglio war aber schon als junger Mann bei seinem Eintritt in den Jesuitenorden nicht wissenschaftlich brillant, allenfalls schon damals recht bauernschlau.

(2) Es gibt schon seit Jahren keine wirklich intelligenten jungen Männer mehr, die in Deutschland in den Jesuitenorden eingetreten sind.

(3) Das Hauptrisiko an den Jesuitenschulen in Deutschland sehe ich aber nicht in der allenfalls durchschnittlichen wissenschaftlichen Begabung von heutigen Jesuiten, sondern darin, wenn einem sexuell unerfahrenen Mann eine Schulleitung übertragen wird.

(4) Zum Risiko der sexuellen Unerfahrenheit eines Schulleiters für die Schüler meine ich:

Eventuell drohende Straftaten kann am besten einer verhindern, der von der Sache Ahnung hat.

Ein sexuell unerfahrener Mann sieht eine drohende Gefahrensituation eventuell nicht oder zu spät.

Dazu die Zusatzfrage an Sie, XYZ:

Muss ich mir zu Punkt (4) in der Praxis ernsthafte Sorgen machen?

Unterwegs, eine Handvoll Jesuiten und meines Wissens hat es an den anderen jesuitenfreien Berliner katholischen Schulen keinen Mißbrauch gegeben. Dieser Beitrag auf Jesuiten.org ist weniger vom sehr engagierten Rektor des CK gestaltet, als vom KNA Journalisten und ganz sicher von den Betreibern der HP…ausgewählte Beiträge..wenn man was sagt, wird man beschimpft. Die Jesuiten.org HP ist Werbung für den Orden, koste es, was wollte. Was im Beitrag steht, ist gestylt. Mir egal, ich bin nicht CK Opfer.Der Journalist widerspricht sich ja auch. Das Trauma ist vorhanden, aber es hat der Schule nicht geschadet..und mehr Firlefanz, den KNA da schreibt. Mein Gott, die fast belustigte 16 Jährige, der Beziehungsknatsch näher ist als die Vergangenheit der Schule, die von Medien Hype redet..was wird ihr erzählt?

@ XYZ

ich stimme Ihnen zu, dass der Text von Pater Tobias Zimmermann SJ gleich aus mehreren Gründen unerträglich ist.

https://www.jesuiten.org/home.html

Canisius-Kolleg: “Das Trauma ist noch spürbar”

…..”Das Trauma ist im Haus noch spürbar”, sagt Pater Tobias Zimmermann. Der Rektor des Berliner Canisius-Kollegs weiß, dass das renommierte Jesuitengymnasium auch mit dem Stigma “Missbrauch” leben muss. …..

https://www.jesuiten.org/aktuelles/details/article/canisius-kolleg-das-trauma-ist-noch-spa14rbar.html

Auch hier geht es darum, dass die Ehre des Kollegs inzwischen (angeblich) wieder hergestellt ist.

Ein Haus ist eine Sache, eine Sache ist schmerzunempfinglich, und besteht aus Steinen.

Es geht Zimmermann nicht um die Schmerzen der ehemaligen Schüler,
es geht um die Institution und die Wiederherstellung des Rufes der Schule.

Der Satz aus dem Artikel:

“Ich-starke Jugendliche lassen sich nicht missbrauchen”,

ist aus mehreren Gründen für alle jugendlichen Opfer von Vergewaltigungen überall auf der Welt, ob Junge oder Mädchen, unerträglich

Zu:

“…Für die Pädagogen des Gymnasiums ist das “Trauma” durchaus präsent, auch wenn nur noch wenige bereits in der Zeit der Missbrauchsfälle hier unterrichteten….”

@ XYZ,

aufgrund Ihrer Kenntnis von Berlin – eine Frage:

Wieviele Jesuiten arbeiten heute noch aktiv als Lehrer an dieser sogenannten Jesuitenschule?

Ist das Problem vielleicht auch deswegen (angeblich) gelöst, weil es in dieser Schule kaum noch Jesuiten gibt?

Hab gerade auf Jesuiten.org den Beitrag von Pater Zimmermann gelesen..meine Laune ist für heute auf 150…

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