Aufarbeitung, Hilfe und Entschädigung stehen immer noch auf der Agenda

2015-01-26_MKatsch

Statement von Matthias Katsch in der Presse-Konferenz zum Stand der Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in Deutschland, im Jahre 5 nach “Canisius”:

Hier die schriftliche Erklärung für die Journalisten in der Bundespressekonferenz anlässlich des 5. Jahrestages der Veröffentlichung der Missbrauchsfälle am Canisius-Kolleg: 2015-01-26_Matthias Katsch_ECKIGER TISCH

Eine gute zusammenfassende Darstellung findet sich in der Süddeutschen Zeitung: “5000 Euro für die Seele eines Kindes”.

Weitere Bilder von der PK sowie die Texte der anderen Statements und weiterführende Informationen finden sich auf der Webseite des Unabhängigen Beauftragten.

 

Eckiger Tisch

164 comments

XYZ, wissen Sie, wie viele Jesuiten noch am Aloisiuskolleg tätig sind?

Auf der Webseite und im Geschäftsbericht der Schule auf den 31.12.2012 beim „Elektonischen Bundesanzeiger“ habe ich die Informationen unten gefunden.

Neuere Zahlen sind dort noch nicht veröffentlicht. Aufgrund der gesetzlichen Fristen müsste der Geschäftsbericht 2013 aber spätestens in einigen Monaten verfügbar sein.

Zitat aus den Informationen des Aloisiuskollegs auf der Webseite der Schule:

„Die „Aloisiuskolleg gGmbH“ betreibt in Bonn – Bad Godesberg ein vom Land Nordrhein-Westfalen anerkanntes privates Gymnasium, eine staatlich genehmigte Ersatzschule. Hier werden etwa 800 Schülerinnen und Schüler nach den Bestimmungen dieses Landes zur allgemeinen Hochschulreife geführt.

Im Rahmen des Ersatzschulfinanzgesetzes werden dem Schulträger 94 % der haushaltsrechtlich anerkannten Schulkosten vom Land Nordrhein-Westfalen refinanziert. Die verbleibenden 6 % Eigenleistung wurden bisher hauptsächlich durch Zuschüsse des Erzbistums Köln aufgebracht.“

http://www.aloisiuskolleg.de/traeger

Auch für das Aloisiuskolleg gibt es wie auch für das Canisiuskolleg
beim

Elektronischen Bundesanzeiger

https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet

noch keinen veröffentlichten Jahresabschluss zum 31.12.2013.
Auch hier sind zur Zeit nur Zahlen bis zum Jahr 2012 veröffentlicht.

Siehe:

Aloisiuskolleg
gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Bonn-Bad Godesberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012

Bilanz zum 31. Dezember 2012

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012

https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet

Diese abgeschotteten Situationen allein mit Schülern gibt es nicht mehr. Ganztagsinternat. Viel Elternanwesenheit, viele pädagogische Mitarbeiter. Alle essen zusammen in der Cafeteria. Alle Jesuiten ausgetauscht..untenist die Kommunität, da sind noch reichlich Jesuiten drin. Die Zahl 3 ist ein Witz. Wo sollte die sexuelle Aisbeutung stattfinden? Die Schüler regieren sich selber. Besonders in der GCL, die ja damasl der Ort des Grauens war. Wenn Sie nun die Sache so umdeuten, dass nun Schüler einander sexuell mißbrauchen,der reiche Dumme das arme intelligente Mädchen, dann sehen Sie zuviele zweitklassige Krimis. dann sollten Sie mal den Rektor und das Kollegium kennenlernen. Es gibt diese Orte mit ihren Möglichkeiten nicht mehr. Gruppe und nicht Zweisamkeit. Die haben ja nichtmals Zeit für Facebook. Wo auch Jesuiten drin sind, davonab.Ind das CK ist dort vertreten. Also meiner Fantasie sind Grenzengesetzt, denn ich habe nciht vor, alles in den Mist zu ziehen. Jesuiten an sich sind nicht mein Fall,wenn eienr was kann, erkenne cih das. Bei all den Schüleraktivitäten im sozialen Bereich weißich nicht, wann da einer den anderen mißbrauchen sollte..die arbeiten in der Bahnhofsmissionund geben Deutschkurse für ausländische Frauen, passen auf deren Kinder auf..und mal sind auch die Eltern gefragt. Wenn ich mir die Damen aus dem CK so ansehe, das sind keine untertänigen Heimchen am Herd.Mal davon ab, ich habe mein Trauma auch noch nicht erledigt. Meine Kinder haben den aufrechten Gang bis heute..also dass nun alle Traumatisierten den großen Hänger machenund gemeingefährlichsind, dürfte eine fixe Idee sein.Lassen Sie mal die Kirche imDorf. Spekulationen nicht nötig. Ne katholische Schule ohne Hottesdienstzwang zeigt ja bereitsm wes Geistes Kind sie ist. Und die Neueingestellten werden lange nicht mehr aufihre Konfession überprüft. Da geht es nach Fachwissen.Vielleicht macht der AKO rektor mal ein Praktikum dort.Welche Vorstellungenhaben Sie eigentlich von 12 jährigen Mädchen?Es gibtim CK unzählige Ansprechpartner. Und Kurse von Tauwetter und Wildwasser.Der Rektor war früher Schulseelsorger und wurde geduzt. Der ist eine Vertrauensperson.Ein Kumpel.

“Andere sind woanders eingesetzt, machen aber Stippvisiten am CK..sooo einfach ist das alles nicht.Die Sxhuke ist nicht mehr wiederzuerkennen”

@XYZ,

schön zu hören, dass es in Berlin Schulen gibt, die saniert worden sind und auch Menschen mit einem Handicap die Chance bieten, am Leben teil zu haben.

Diese Homepage hier existiert nun seit 5 Jahren. Dass am Canisiuskolleg und anderen vom Jesuitenorden betriebenen Schulen Heranwachsende systematisch sexuell ausgebeutet, in einigen Fällen sogar regelrecht sadistisch gefoltert wurden und diese Kriminalität trotz deutlicher Hinweise weder gestoppt noch geahndet wurde, wird mittlerweile nicht einmal mehr vom Orden selbst und den ihm zugetanen Bevölkerungsgruppen bestritten.

Die vielen Beiträge, die hier eingegangen sind, zeigen aber auch Eines ganz deutlich: wenn irgendwo Kinder und Jugendliche über einen längeren Zeitraum sexuell missbraucht werden, weil TäterInnen ideale Bedingungen geboten werden, dann liegt das in den Grundfesten der sozialen Gruppe, in der der Missbrauch geschieht.
Egal ob es sich dabei um eine Familie, einen Verein, eine Gemeinde, ein Heim oder eine Schule bzw. ein Internat handelt.

Insofern: hat das soziale Gefüge, welches die Canisiusschule betreibt nachhaltig genug mit ihren Werten, Überzeugungen, Grundeinstellungen und nicht zuletzt Verantwortung auseinandergesetzt, um Kinderschutz auch zu leben und nicht nur auf die Homepage zu setzen, bzw. mit ExpertInnen Präventionsprogramme zu entwickeln und durchzuführen?ß

Spielen wir doch mal in Gedanken zwei Fälle durch:

1. eine am Canisiuskolleg beschäftigte Person hat eigene Traumatisierungen nicht aufgearbeitet und bemerkt, dass sie von Täterintrojekten heimgesucht wird. Sie kämpft dagegen an und wünscht sich Unterstützung dabei. Andererseits ist sie der Schule eng verbunden und fürchtet ausgegrenzt zu werden, wenn jemand davon erfährt

2. eine 12-jährige Schülerin aus “gutem” Hause wird von einem Oberstufenschüler, der gleichzeitig ein wichtiger Leistungsträger an der Schule ist seit einiger Zeit sexuell ausgebeutet. Um sie gefügig zu halten, wird sie von dem Täter in üblicher Manier erpresst. Dieses Mädchen hat sich zwei MitschülerInnen anvertraut. Was könnten diese Kinder tun und wie würden die Verantwortlichen an der Schule reagieren?

VG
Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

Der Träger ist der Orden und der Schulgeist ignatiaisch…das Ignatianische machen nicht nur Jesuiten, das kann ich Ihnen auch verklickern. Es gibt seit einem Jahr denke ich öffenliche Vorträge zur Pädagogik dieser Schule..der Wechsel in der Leitung war positiv. Diplomatensohnhat von seinem elterlichen Schatten gelebt. danach wurde richtig gearbeitet und Ideen in die Tat umgesetzt und das ist beeindrückend. Vor allen Dingen der oekumenische Gedanke..es fallen auch eine Reihe Zwänge weg..es ist laut auf dem Schulhof…sehr kindgerecht, was wohlauch andere Eltern anzieht..:-Eine Schule, deren Schüler mitgestalten, viel Elterninitiativen, viele soziale Projekte innerhalb der Stadt. Man kann mich nicht als Jesuitenfreundin bezeihnen. Das CK gefällt mir, so wie es geworden ist.Das Geld dort wird gut angelegt und ignatianisch ist nichts, was einem 3 Jesuiten aufdrücken. Das ist eine Lebensform abgestuft eigentlich für alle.Ich habe mich seit 2011 mit dem CK befaßt und vorher ging das kaum wegen grau und elitär und abgeschottet. Ich hab auch nicht vor, hier die große Rechtfertigugslehre zu schaffen, es kann sich jeder selber d i r e kt informieren.

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