Was die Betroffenen sexuellen Missbrauchs jetzt von der Kirche in Deutschland erwarten…

Aufarbeitung, Hilfe, Genugtuung – auch vier Jahre nachdem wir begonnen haben, über den erlittenen sexuellen Missbrauch in unserer Kindheit zu sprechen, sind diese Forderungen aus dem Frühjahr 2010 noch aktuell. Der Reflex der Selbst- und Ruferhaltung der Kirche ist unverändert und blockiert eine wirksame, d.h. für alle (auch die Institution und die Gläubigen) hilfreiche Aufarbeitung.

Konkret fordern wir von den Bischöfen und Ordensoberen in Deutschland, endlich aktiv auf die Betroffenen sexuellen Missbrauchs  in ihrem Verantwortungsbereich zuzugehen und die Gesprächsblockade, die faktisch seit 2010 herrscht, zu beenden. Ängstliches Schweigen einerseits und Wut auf der anderen Seite bringen uns nicht weiter.

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Eckiger Tisch

50 comments

Betr.: Geistliche Übung für Klaus Mertes: „Jede Jeck is anders.“

@ XYZ,

mit dem Schreiben von Karnevalsmeditationen für Jesuiten muss ich jetzt bald mal zum Abschluss kommen: Es ist einfach zu deprimierend und zu aussichtslos, geeignete Meditationstexte für diese Männer zu finden.

Zu Ihrem Zitat oben „Mertes: Wir sind mit dem Papst verheiratet, ….“
ist mir aber noch etwas eingefallen

http://www.eckiger-tisch.de/2014/05/31/was-die-betroffenen-sexuellen-missbrauchs-jetzt-von-der-kirche-in-deutschland-erwarten/comment-page-1/#comment-7897

„Mertes: Wir sind mit dem Papst verheiratet, ….“

Von mir aus kann Klaus Mertes auch einen homosexuell veranlagten (ehemaligen) Papst heiraten. Ich bin da tolerant und im Rheinischen Grundgesetz (Et Rheinisch Jrundjesetz) steht

JEDE JECK IS ANDERS !

http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Rheinische_Grundgesetz

Aber caveat: Jorge Bergoglio halte ich für einen Hetero, da hat Klaus Mertes mit dem Wunsch, diesen Papst zu heiraten, überhaupt keine Chance und solch unglückliche Liebe kann kein gutes Ende nehmen.

Und schwupp di wupp:

Schon wieder eine für Jesuiten geeignete „Schwarz-Weiß“-Meditation nach den Rezepten im Kochbuch von Ignatius von Loyola („Geistliche Übungen”) gefunden.

Das Süppchen kurz für den Rheinländer zur Karnevalszeit kurz angerührt und ein paar Minuten bekömmlich aufgekocht, und fertig ist die Exerzitiensuppe:

1. Texte zur Lektüre für Klaus Mertes:

Bitte vergleichen Sie die Artikel des Rheinischen Grundgesetzes (Et Rheinisch Jrundjesetz), vor allem den Artikel

„Jede Jeck is anders“

mit den

Artikeln 2357, 2358 und 2359 („Keuschheit und Homosexualität“) im Katechismus der Katholischen Kirche in der Fassung deutsche Ausgabe, Libreria Editrice Vaticana 2003

2. Meditationsimpuls für Klaus Mertes

Der Satz „Jeder Narr ist anders!“ aus dem Rheinischen Grundgesetz wurde im Wissen um die eigene Unvollkommenheit und als Aufruf zur Toleranz und Nachsicht dem anderen gegenüber geschrieben.

3. Bitte meditieren Sie über die Frage:

Iss et Rheinisch Jrundjesetz mit den Artikeln 2357-2359 Katechismus der Katholischen Kirche vereinbar oder doch nitt?

4. Ausnahmsweise erlaubte Hilfsmittel für Klaus Mertes

Wichtige Exerzitienfragen sollte man sich im Prinzip ganz allein beantworten.

Falls Sie aber überhaupt nicht zu einer Antwort kommen können, und Ihnen zur Lösung dieser Frage auch kein Exerzitienmeister aus dem Jesuitenorden weiterhelfen kann:

Sie dürfen ausnahmsweise 5 Minuten beim Rheinischen Karnevalisten Kardinal Woelki mit der Bitte um Hilfe anrufen.

Der arbeitet zur Zeit an Büttenreden und ist vielleicht schon besser im Thema drin.

Jesuiten waren immer schon papstkritisch, habe ich in einem SJ Vortrag gehört und Mertes: Wir sind mit dem Papst verheiratet, deswegen kritisieren wir ihn immer..aha, tolle Vorstellung von Ehe. Nur der Jesuitenpapst wird nicht kritisiert, weil kein Jesuit einen Mitbruder offen kritisieren darf. D e r Orden, wenn es um Mißbrauch geht, WIR Jesuiten, wenn um Eigenlob. Ein Schuft, der Böses dabei denkt..Franz hebt die Welt aus den Angeln. Die Moralpredigten der Kirche bleiben, ebenso wie die Frauen weiterhin als Jungfrau Maria hochstilisiert werden, die den Glauben weitergeben, viele Kinder haben, in der Gesellschaft mal endlich ernstgenommen werden sollen und in der Kirche weiterhin das Maul halten müssen.

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