“Die nackte Ohnmacht”

Beitrag von Ebba Hagenberg-Miliu

Am Bonner Aloisiuskolleg mussten sich Schüler entblößen, ein Pater fotografierte sie. Die Bilder gelten nicht als pornografisch, doch sie schmerzen noch nach Jahrzehnten.

… weiterlesen in Christ & Welt vom 27.02.2014

unheiliger berg

Am 19. März wird das Buch “Unheiliger Berg – Das Bonner Aloisiuskolleg der Jesuiten und die Aufarbeitung des Missbrauchsskandals” erscheinen.

Dieses Buch ist ein Baustein für das Projekt einer ge­samtgesellschaftlichen Aufarbeitung der Gewalt gegen Kinder und des Missbrauchs von Kindern.  Matthias Katsch, ECKIGER TISCH

Eckiger Tisch

4 comments

Angelika Oetken

@Caroline Kaiser:

“z.B. achtet das genannte Forum ganz genau darauf, dass dort keine Gesetzesverstöße begangen werden.”

Die Pädo”philen”, die solche Plattformen betreiben, nutzen ja genau die bestehenden Gesetzeslücken aus. Womit sich etliche von ihnen in Medienforen regelrecht brüsten. Sie treten auch auf Veranstaltungen zum Thema auf und vermelden dort ganz unverblümt, dass sie Kinder missbrauchen.

Das passt auch zum Krankheitsbild dieser Menschen. Sie sind psychiatrisch schwer erkrankte Narzissten, an der Grenze zur Psychose. Weshalb ich sie als “Pädosexualpsychotiker” bezeichne. Provozieren und Manipulieren ist ihnen ein Kernbedürfnis. Ihre pathologische Prägung beginnt in frühester Kindheit. Tragfähige, zweckfreie Beziehungen haben sie nie kennen gelernt.

Weil diese Menschen häufig in krankhafter Überbehütung aufwuchsen, sind viele von ihnen beruflich recht erfolgreich. Wer anstatt mit anderen Kindern zu spielen, zuhause sitzt um Mutti zu beglücken, hat schließlich viel Zeit zum Lernen. Außerdem ist Mami nie zufrieden zu stellen….

Was spricht Ihrer Meinung nach dagegen, gesetzlich dem Recht auf das eigene Bild mehr Raum zu geben?

MfG,
Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

Caroline Kaiser

Zum Beitrag von SPIEGEL TV:
Vieles ist hier nachweislich falsch, erinnert eher an die “Recherche” von Boulevardmedien. z.B. achtet das genannte Forum ganz genau darauf, daß dort keine Gesetzesverstöße begangen werden.
Die dem JF Forum unterstellten Gesetzesverstöße sind nachweislich falsch, die Textbeiträge aus dem Zusammenhang gerissen.

Aber jetzt zum Thema: (un)freiwillige ? Kindernacktbilder

Hier ist eine Abgrenzung natürlich noch viel schwerer als bei Pornographie. Ein Vertriebsverbot von Kindernacktfotos kann man fordern, Tausch, Erwerb und Besitz so unter Strafe zu stellen, daß nicht auch normale Familienfotos darunter fallen, z.B. eigene Kinder oder deren Freunde im Planschbecken, wird sehr schwer juristisch abzugrenzen zu sein.

Es sollte aber eine klare Abgrenzung zu Jugendlichen über 14 geben, die ja strafmündig sind und von denen der Gesetzgeber ja auch eine Einsichtsfähigkeit erwartet.

Sind allerdings diese Fotos unter Druck und Zwang entstanden, muß man gegen den Produzenten vorgehen.

Hier automatisch auch sogar ein Besitzverbot zu fordern halte ich für falsch.

Ich halte von der ständigen Ausuferung und groben Gesetzesverschärfungen nichts, weil sie sich schon seit der letzten Strafrechtsänderungsreform 2008 als kontraproduktiv erwiesen haben.

Natürlich lehne ich es ab, wenn Nacktbilder von Kindern gemacht werden, die dann durchs Internet geistern, oder wenn sich die Schüler sogar ihre eigenen Nacktbilder im Schulflur ansehen müssen.

Aber wir brauchen dringend ein besser funktionierendes System, welches nicht den strafbaren Bereich des – übrigens im Internetzeitalter durchaus auch oft zufälligen – Besitzers maximiert, für die Auswertung aber bis zu 3 Jahre braucht, sich aber kaum um eine staatliche (!) Prävention und Aufklärung in den Herkunftsländern kümmert.

Ich finde es erschreckend, wenn mittlerweile Prävention fast nur noch durch private Vereine in Schulen geschieht, die dann Eltern drängen zu spenden, bzw. Informationspakete verkaufen, oder wenn die Auswertung von beschlagnahmten PCs nicht mehr durch die Polizei, sondern durch Privatfirmen vorgenommen wird, deren Mitarbeiter noch nicht mal ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen müssen !

Wenn die Auswertung von Kinderpornographie keine staatliche und hoheitliche Aufgabe in Deutschland mehr ist, welche ist es dann überhaupt noch ?

Im staatlichen Opferentschädigungsfonds hat bisher nur die Bundesregierung und – als einziges Bundesland ! – Mecklenburg-Vorpommern eingezahlt.
Bayern hat die Zahlung verbindlich angekündigt !
( Warum zahlt man nicht gleich ? Oder will man dies bis zu den Kommunal- und Europawahlen aufschieben, nur um es dann weiter zu verschieben ? )
Alle anderen Ministerpräsidenten schweigen das Thema aus oder verweisen auf rechtliche Bedenken. Seit 3 Jahren !

Das Strafrecht ist dagegen schnell geändert. Ich sehe allerdings bei den meisten Verschärfungen seit der Jahrtausendwende keinen Erfolg.

Angelika Oetken

Und hiermit beschäftigt sich das “Vatican-Magazin”, Zentralorgan der “Fatima-Aktion”, einem Verein religiöser Fundamentalisten gerade:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/gottlose-ducks-ist-entenhausen-vom-christlichen-glauben-abgefallen-12828167.html

Schon erstaunlich, dass die offensichtlich bar wichtigerer Probleme sind. Oder auch nicht. Ist die religiöse Fundigruppenbildung doch bestens geeignet, sich der Bewältigung realer Herausforderungen zu entziehen.

Möglicherweise geht es denen allein einfach immer noch zu gut.

MfG,
Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

P.S. Altersweise bzw. einsichtsfähig geworden ist womöglich ein alter RKK-Kämpe. Der scheidende Kardinal Meisner ließ in seinem letzten Hirtenbrief verlautbaren: „Ich danke Ihnen nochmals herzlich für alle Stärkung, die ich dabei gefunden habe, und bitte alle sehr um Vergebung, wenn Ihnen mein Dienst nicht Stärkung, sondern vielleicht auch Ärgernis war. Der Herr möge alles ergänzen, was bruchstückhaft in meinem Dienst geblieben ist.“
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/nach-meisners-abschied-koelner-domkapitel-befragt-katholiken-12825132.html

Wie sein großer Chef da oben es wohl findet, dass sein Unterabteilungsleiter, sich in den Ruhestand verabschiedet und ihm die Brocken hinterlässt….

Angelika Oetken

Nun begleite ich das Ganze schon eine ganze Weile. Mittlerweile empfinde ich immer häufiger Mitleid (1)

Mit wem?

Bitte den Filmbericht und den Artikel einfach mal hintereinander weg ansehen bzw. lesen:

http://www.spiegel.tv/filme/magazin-23022014/

http://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_lifestyle/article124690270/Mit-Gott-verheiratet.html

VG
Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

(1) Mitleid: im Sinne von “da-ist-nichts-mehr-zu-machen. Hoffnungslose Fälle.” Im Gegensatz zu “Mitgefühl” als Anteilnahme am Schicksal eines anderen Menschen.

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