„Täter verloren Kontrolle“

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Angelika Oetken

Guten Abend,

http://www.zeit.de/1977/23/schwarze-paedagogik

“Vom Krieg der Eltern gegen die Kinder”…

Frau Rutschkys sehr gute Analyse ist zwar schon fast 40 Jahre alt, aber immer noch erschreckend aktuell.

Aus heutiger Sicht darf man sich das Element des Sadismus als Triebfeder für das Verhalten der misshandelnden und missbrauchenden Erwachsenen ruhig viel genauer anschauen.

Auch weil diese Form von Psychopathologie offenbar viel häufiger auftritt als wir annehmen.

Sie tarnt sich.

Aus meiner Kindheit ist mir als besonders erschreckend dieses plötzliche Umschlagen der Stimmung mancher Erwachsener von Gelassenheit in rasende, hasserfüllte Wut in Erinnerung.

Heute weiß ich, dass so etwas auf sehr frühe eigene Misshandlung hindeutet. Also meist auf Mütter, die ihre Säuglinge und Kleinkinder gequält haben.

Abgesehen davon ist das Ergebnis dieser Studie auch insofern interessant, als es den Blick auf “Elite” geradezu relativieren muss.

“Auserwählt” sein bedeutet ja sicher nicht, sich in die bestehende Hackordnung von psychosozialen Halbwilden einzuordnen.

Oder vielleicht doch?

Möglicherweise kommt ja eine entsprechende Diskussion in Gang.

Wäre gesund.

VG
Angelika Oetken

P.S. das Material von Herrn Pfister wurde gar nicht berücksichtigt oder?
http://www.sueddeutsche.de/bayern/ettal-abschlussbericht-zu-missbrauch-ein-hauch-von-versoehnung-1.1061635
Zu viele Hinweise auf organisierten sadistischen Missbrauch?

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