Filmtipp: “Und wir sind nicht die Einzigen”

Der Berliner Filmemacher Christoph Röhl hat aus seinen Interviews mit Betroffenen der Odenwaldschule den äußerst beeindruckenden Dokumentarfilm „Und wir sind nicht die Einzigen“ gemacht.

Der Film wurde am 24. Mai 2011 auf 3sat ausgestrahlt und ist jetzt in der 3sat-Mediathek online verfügbar.

Eckiger Tisch

15 comments

@Georg Bohn: Verstehe. Ich würde aber nicht zuviel auf Stimmung geben. Und auch das Opfer-Regensteh-Gefühl nicht kultivieren. It ain’t over until it’s over.

@Anselm Neft, natürlich sollen Journalisten gut verdienen und sie sollen auch ausgezeichnet werden, wenn sie es verdienen.. Was irritiert ist nur diese ´Wir-haben-das-Finale-gewonnen-und-die Kirche.ist-auch-aus-dem-Schneider-mit-den-Leitfäden´-Stimmung, die hier durchklingt und die einzigen, die nichts davon gemerkt haben und immer noch im Regen stehen, sind die Opfer..

@nick: Können Sie ein paar Beispiele für rufschädigende Falschmeldungen in der Presse bringen? Welche Schulen sind Ihrer Ansicht nach davon besonders betroffen (gewesen)?

@michael lehmann: Journalisten und Journalistinnen verdienen in sehr vielen Fällen Geld durch das Elend in der Welt, wenn Sie das so sehen wollen. Soll deshalb niemand über Missetaten berichten oder für hochwertige Berichterstattung mit Preisen ausgezeichnet werden?

Mit freundlichen Grüßen,

Anselm Neft

Mir hat der Film gut gefallen, er war ruhig, sachlich und nicht auf effektheischende Sensationen aus.

Herr Lehmann, es geht Nick, mir und anderen um die tatsächlich neuen Lehrer, die jetzt oder in den letzten Jahren ihren Dienst antraten.

Man sollte da nicht unfair vorverurteilen oder alle in Geiselhaft nehmen. Man kann und sollte allerdings auch verlangen, daß sie sich ganz besonders – da ja nicht vorbelastet – für Opfer eines sex. Missbrauchs einsetzen.

Der Leitfaden der kath. Kirche an sich ist nicht schlecht, ein gewaltiger Fortschritt, wenn man dies mit der Situation in den 80er und 90er Jahren vergleicht. Dies sollte man auch mal anerkennen.

Ansonsten ist aber, also in klingender Münze, leider wenig passiert.

Wenn ich z.B. in einem Kaufhaus eine teure Porzellanvase umwerfe, kann ich ja auch nicht sagen, ich stelle jetzt mal einen Leitfaden auf, daß ich dies nie wieder tue. Verantwortung bedeutet eben auch – nicht nur – hier angemessene Entschädigungen zu zahlen.
Und da kommt leider nicht sehr viel. Schade.

Michael Lehmann

Kein Wunder also, dass Innocence-in-danger-Lady Raue behauptet, die Opfer seien nicht an Entschädigung intersssiert, immerhin wird sie von den Jesuiten bezahlt.. vile mehr übrigens bisher als alle Opfer zusammen bekommen haben, nämlich: null!
Also merke: Aristokratenvereine und Journalisten streichen Honorare und Auszeichnungen ein, bekommen publizität
und Opfer bleibt Opfer! Basta!

Michael Lehmann

Innocence in Danger-Lady Ursula Raue hat am ALoisiuskolleg eine unsägliche Rolle gespielt. Der Verein war gleichzeitig auch noch beim Aloisiuskolleg engagiert!
Maischberger! Hallo wach!

Michael Lehmann

@nick, meinst Du mit ´Veränderungen einer neuen Generation´ das Stühlchen-Wechsel-Dich-Spiel der Jesuiten oder die Tatsache, dass in Deutschland nur ein! einziger! Bischoff zurück treten musste? Oder etwa die gecopypasteten Lei(d)tfäden..der katholischen Schulen und Kirchen, bzw. den tollen tollen Fragebogen: ´Bitte beschreiben Sie hier möglichst genau die Missbrauchstat,…, Ort, Datum, Uhrzeit, …Sie können ein Zusatzblatt verwenden..´??

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