60 Jahre sexueller Missbrauch und Gewalt am Aloisiuskolleg

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Aus dem Kontraste-Interview :
http://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste_vom_11_02/kindesmissbrauch_.html
(bitte in der Video_Auswahl der seite online stellen!)
Schneider/Ako: “Ja da sind welche bemerkt worden (Vorkommnisse) “und weiter, ” ich habe ihm (stü.?) gesagt ich würde dieses Risiko nicht eingehen…

Manuela Groll, Rechtsanwältin
„Das, was mir in den Leitlinien aufgefallen ist, dass tatsächlich dort versucht wird, den Rechtsstaat zu ersetzen. Das heißt, das Ermittlungsverfahren soll einzelne nicht bekannte Ordensmitglieder ausgelagert werden und es findet eine interne Überprüfung statt. So habe ich bisher den Rechtsstaat nicht verstanden, und ich halte es auch für eine moralisch sehr bedenkliche Art und Weise, so mit
Verdachtsmomenten umzugehen.“

Mehr zu Leitlinien:
http://www.ruhrbarone.de/das-verordnete-schweigen-der-kirche-oder-e-delictis-gravioribus/
(Man kann den Orginaltext auch recherchieren unter:
“On the manner of proceeding in cases of solicitation”

Frau Leutheusser-Schnarrenberger bitte übernehmen!

Was das Schweigen angeht, das zum einen erschüttert und entsetzt in seinem Mittelaltertum, empfehle ich das Video von Jens Jessen (Zeit)”Ein kirchlicher Reflex”. Er macht deutlich, daß die Kirche mit zweierlei “Recht” misst –messen kann, Kirchen -und Staatliches Recht”. Heute immer noch. Danach kann man unter “de delictis gravoribus” bei wiki oder im Netz recherchieren. P XII und Ratz. wussten von den Vertuschungen. Siehe auch Artikel von im tsp von Wall auf dieser Seite. Es muss Schluss sein mit dem Schweigegeld und mundtot machen.
Hier ist auch der Rechts-Staat gefragt.
Wenn Wim Wenders den Spot gemacht hat , weil er es auch befreiend empfand , wenn jemand sein Schweigen bricht, sich offenbart, dann könnte man ihn vielleicht als Schirmherrn für eine Stiftung gewinnen, die alle Opfer, direkt und indirekt Betroffene, endlich zu Wort kommen lässt. Als Video/Aufzeichnung anonym oder nicht anonym um allen eine Stimme und Gesicht zu geben –und weil es befreiend ist, wenn man sein Schweigen endlich bricht.

Mit Sicherheit sind die “Opferberichte” ein wichtiger und in ihrer Wirkung keinesfalls zu unterschätzender Teil in der Auseinandersetzung mit den
Herren Jesuiten.

Ich für meinen Teil, würde mir für uns allerdings auch wünschen,dass wir ihnen deutlich als erwachsene,erfolgreiche , kampfbereite und lebendige Männer ! entgegentreten. Wir sind nicht mehr !! klein ,hilflos und dem Treiben Ludger Stüpers und anderen ausgesetzt.

Im Gegenteil,lasst sie erkennen,dass wir ein verdammt enst zu nehmender Gegner in diesem Streit sind.

Ich wünsche mir neben den Opferberichten auch Forderungsaufstellungen, unverschämte Fragen, die ihnen die Schamesröte ins Gesicht zwingen und sie endlich zu wahrhaftigem Handeln und konkreten Vorschlägen nötigen.

Dirk

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