“Ihr müsst nicht auf uns warten. Geht vorweg.”

berg-mannChristine Bergmann über Entschädigungs- zahlungen und das Warten auf den Runden Tisch: “Die Institutionen, die für den Missbrauch in ihren Reihen verantwortlich sind, könnten durchaus mit gutem Beispiel vorangehen, eigene Regeln für Entschädi- gungen aufstellen. Sie sagen, sie möchten auf den Vorschlag des runden Tisches warten. Ich antworte: Ihr müsst nicht auf uns warten. Geht vorweg.”

Das komplette Interview in der Süddeutschen Zeitung: “Was ich lese, übersteigt mein Vorstellungsvermögen”

Eckiger Tisch

15 comments

otto von corvin

(den Meisten von Euch geht die>Puste aus, das wissen die Priester seit Jahren)

3 FRFR 4,1

und zwar nach

dem Brief des Direktors des Canisius-Kolleg, Klaus Mertes S.J. von Ende Januar 2010, den mein Mandant als Absolvent des Schnellläuferjahrgangs 1972-1980 nicht einmal über seine, ebenfalls durch RIEDEL S.J belästigte, Schwester Laura Sarah LOL (CK 1974 – 1982) erhielt,
nach den Enthüllungen des SPIEGEL 6/2010 und folgende,
den mehrmaligen offiziellen Entschuldigungen für die sexuellen Missbräuche Schutzbefohlener durch den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Zollitsch sowie durch den Vorsitzenden der Römisch-Katholischen Kirche am 11.06.2011 in Rom,
nach der Einrichtung im April 2010, der 1. Tagung sowie der Veröffentlichung des 1. Zwischenberichtes des nationalen Runden Tisches und vor dessen nächsten Sitzungen am 14.07. und 30.09.2010 unter Vorsitz von Bundesministerin a.D. Christine Bergmann,
nach der Veröffentlichung des Zwischen- sowie vorläufigen Abschlussberichts der Sonderermittlerin und Missbrauchsbeauftragten des Jesuitenordens Ursula Raue vom 27.05.2010,
nach der Veröffentlichung der „2. Meinung“ zu den Missbrauchsfällen im Jesuitenorden durch die Bundesministerin a.D. Angelika Fischer am 27.07.2010,
also nach der gemeinsamen Sitzung des „Eckigen Tisches“ Geschädigter des Jesuiten-Ordens mit dessen Vertretern in Berlin am 27.5.2010, zu der das Auditiv-Protokoll vorliegt, und nicht zuletzt nach dem veröffentlichten
Interview des Schulleiters des Canisius-Kollegs im Berliner Tagesspiegel vom 26.6.2010
der Anerkennung materieller Ansprüche durch den bis 31.08.2010 residierenden Jesuiten-Provinzial Dartmann,

;fg
OvC

“Prävention oder Ablasshandel?” hat sich noch einmal gemeldet, er/sie möchte weiterhin keine Mail-Adresse beim Verfassen eines Kommentars abgeben, bittet aber darum Untenstehendes anmerken zu dürfen:

Sehr geehrte eckiger-tisch-nutzer,

ich bedaure zu tiefst, dass aus meinem vorangegangen Kommentar Schlüsse gezogen worden, die so nicht gewollt waren. Unbedacht und unsensibel habe ich Worte gewählt, die aus Ihrem Kontext gerissen, verletzend für Sie sein müssen. Es tut mir leid!
Ich habe nach Antworten gesucht und gefunden.
Ich werde mich hier nicht mehr zu Wort melden.

hallo zusammen, mit großen Interesse verfolgen wir , Mitglieder des AK Runder Tisch Heimerziehung, (als Betroffene) die Aktivitäten des Eckigen Tisches, aber ebenso das drum herum. Z. B. das Interview in der SZ mit Frau Bergmann. Sie schreibt zu dem Punkt finanzielle Entschädigung, daß sie abwarten will, was denn am RTH heraus kommt. Wir sind gerade genau in dieser Phase, in der das jetzt geklärt werden muß, welche Vorstellungen wir haben, welche Vorstellungen Staat und Kirche haben. Nach allem was wir bis jetzt öffentlich wahrnehmen, wollen die sog. Täterorganisationen nur bei extrem Bedürfigen etwas zahlen. Ansonsten reden sie über Therapien, Aufarbeitung, Prävention usw., ähnlich wie bei euch. Wir wissen nicht, ob bei uns die “Materie” nicht noch vielschichtiger ist als bei euch, und darum ein direkter Vergleich auch nicht wirklich möglich. Trotzdem würden wir gerne mit euch zusammen kommen an den Punkten, die uns gleichermaßen betreffen. Wir erstellen gerade eine Liste mit Forderungen und Zahlen und würden das gerne mit euch direkt kommunizieren. Seht ihr eine Möglichkeit das bald zu tun?
Beste Grüße

Upps, sorry, war in Eile eben, jede Menge Tippfehler im Text..

Übrigens: Einen Menschen, der Missbrauchsopfer mit Prostituierten vergleicht, kann und muss man so einen nicht anzeigen?

Das könnten meiner Meinung nach ruhig beide machen, die Missbrauchsopfer und auch die Prostituierten..

ich versuchs trotzdem mal, bin ja ein netter und geduldiger Mensch:

a. es gibt bei den Betroffenen eine Vielzahl von Folgen, die einzeln aufzufächern und zu bewerten manchmal unmöglich, manchmal unerträglich ist. Manchmal sind es körperliche Schäden, manchmal seelische, manchmal soziale oder berufliche, oft ein ganzer Mix. Natürlich kann man nicht alles mit Geld wiedergutmachen, aber das sollte doch niemenden davon abhalten zu tun was man kann. Man kann also sehr wohl mit einer Pauschale vieles abdecken, wenn auch nicht alles.

b. es hat Entschuldigungen von Seiten des Jesuitenordens gegeben.
Das war ein wichtiger Schritt. Die Betroffenen, die jetzt aus der mehr oder weniger erfolgreichen Verdrängung herausgetreten sind, haben ein Recht darauf, möglichst bald wieder in ein möglichst normales Leben einzukehren. Niemand möchte dies aber tun, nur um in ein paar Jahren nochmals aufzuwachen und dann sehen zu müssen, dass man sich mit der Entschuldigung hat veräppeln lassen. Der Entschuldigung muss Glaubwürdigkeit verliehen werden durch besondere Anstrengung.

c. Der Jesuitenorden war Schulträger, hatte die Aufsichts und Fürsorgepflicht. Ausserdem hat er sehr gut an den tätern verdient, da diese ihre Neigungen oft hinter besonders erfolgreicher Arbeit verborgen haben. Sie waren oft in leitender Stellung, Internatsleiter, Schulleiter etc.

d. Aus allem obigen und noch vielem anderen geht hervor, dass hier die technische sowie moralische Kette und Zuständigkeit klar offen liegt und dass der von allen Seiten erfolgte Aussöhnungseffekt nur in der direkten Einigung des Ordens mit den Betroffenen geschehehn kann. Ob dazu zusätzlich ein Fonds bedient wird und ob in Zukunft Opfer und Orden bei Aufarbeit und Prävention zusammenarbeiten ist wünschenswert aber muss sich auf gleicher Augenhöhe ereignen. Hier kann man nicht den zweiten Schritt vor dem ersten gehen. Wier sollen Organisationen wirklich jemals lernen wenn die Flucht nach vorn (Prävention) gleichzeitig die Flucht aus der Verantwortung ist.

So, wers jetzt noch nicht kapiert hat, (oder kapieren will), kriegt von mir jedenfalls keine Antwort mehr.

Der Ablasshandel-Mensch ist bedenklich, sieht man doch welche Assoziationen dieses Thema bei ihm auslöst :

´pervertiert.., Ablasshandel.., Investment.., Prostitution.. , Liebeslohn.. ,
Schweigegeld..´

Was glaubt worum es hier geht?

Liebe Leute,

der Ablasshandel-Mensch wird nicht der letzte sein, der denkt, es ginge hier nur um das schnelle Geld. Ich glaube nicht, dass solche Menschen logomorphen Argumentationen zugänglich sind. Wahrscheinlich sollte man sie einfach ignorieren.

Es reicht, wenn die Jesuiten die Argumente verstehen! Man braucht hier nicht noch anderen Leuten Nachhilfe zu geben.

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