Mehr als eine Watschn? Tschüss Mixa.

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Michael Lehmann

´Der Altbischof möchte sich laut Woppmann durchaus seelsorgerisch in Gunzenheim betätigen.´
Täglich Watschen für die 300 Dorfbewohner!

2, FRFR, 2,25

LOL

Doppelmoral

Frauenklöster galten, nicht nur in jener Zeit, nicht selten als beliebte Absteige für geile Junker, Bischöfe und Adelige. Das Zölibat, das ja erst im 11. Jahrhundert von der Kurie als verbindlich eingeführt wurde, diente hauptsächlich dazu, die enormen Reichtümer der Kirche nicht durch Erbteilung zu verkleinern. Natürlich wußten die Päpste, dass sich natürliche Bedürfnisse nur schwer unterdrücken lassen und berechneten dies gleich als feste Einnahmequelle mit ein.

Für die Sünde der Unkeuschheit der Mönche wurden moderne Ablässe verkauft, ein fester “Hurenzins” wurde für alle Kleriker erhoben. Papst Sixtus IV. führte diesen Ablaß 1480 als jährliche Pflichtabgabe ein.

Kindermord

“… es gab auch Frauenklöster, deren Wände ungescheut ‘von Kindern beschrieen’ wurden. So das Kloster Gnadenzell auf der Schwäbischen Alb, wie denn überhaupt im 15. Jahrhundert die Nonnenklöster Schwabens durch ihre schamlose Wirtschaft ärgerliches Aufsehen erregten. Das Frauenkloster zu Kirchheim unter Teck war wie ‘ein offenes Freudenhaus’. Um 1484 war die Liederlichkeit im Kloster Söflingen bei Ulm so zum Skandal geworden, daß der Bischof eine Untersuchung anordnete. Der damit beauftragte Kommissar berichtete an den Papst, er habe in den Zellen der Nonnen Liebesbriefe höchst unzüchtigen Inhalts gefunden, Nachschlüssel, weltliche Kleider und – o Schreck der Schrecken! – die meisten Nonnen seien in gesegneten Umständen gewesen. Bei Abbrechung des Klosters Mariakron fand man ‘in den heimlichen Gemächern und sonst Kinderköpfe, auch ganze Körperlein versteckt und vergraben’. Hier haben also die Nonnen die heimliche Geburt getötet, verscharrt und brav weiter als Vorbilder der Keuschheit gegolten.” (nach Emil Rosenow)

Kindsmord und Abtreibung war in vielen Nonnenklöstern verbreitet. Die Doppelmoral entlarvte sich selbst.

“Was haben wir armen Schafe gedacht, daß wir bei dem Wolf zur Beichten gehen?”

Zeitgenössisches Spottblatt auf den Mißbrauch der Beichte.

Stätten des Lasters

Daß die Klöster vor Jahrhunderten einmal eine fortschrittliche Rolle gespielt hatten bei der Urbarmachung von Wäldern und Sümpfen und durch ihre Klosterschulen, diese Zeiten waren lang vorbei und die Klöster galten jetzt nur noch als Stätten der Unzucht und des Lasters, der Prasserei und Völlerei – und die Mönche als Spürhunde des römischen Papstes. Natürlich gab es redliche Ausnahmen. Aber, in nichts waren sich hoch und niedrig zur Zeit der Reformation so einig, wie in der Verurteilung der Klöster. Wer auch sonst nichts gegen die Kirche vorzubringen wußte, der rümpfte zumindest die Nase, wenn von Mönchen, Nonnen und Klöstern die Rede war.

Mißstände im Amt

Auch aus unserem Landstrich sind Mißstände bekannt geworden. Der Heidenheimer Pfarrer Schenk kam um die Jahrhundertwende immer wieder ins Gespräch, weil er seine Pfarrei nicht richtig versah, wenig oder gar keine Messen oder Predigten hielt oder sie von liederlichen Helfern halten ließ, während er in Geschäften auswärts war. Außerdem spräche er dem Wein zu viel zu, mache Schulden, habe offenen Händel und habe auch sittliche Verfehlungen begangen. Klagen der Heidenheimer beim Bischof in Augsburg und beim Herzog blieben erfolglos.

Der Abt von Anhausen mußte als Gefangener sein eigenes Gefängnis beziehen, weil er mit seinen wenigen Brüdern 11.000 Gulden Schulden gemacht hatte.

Vom Kloster Herbrechtingen war bekannt, daß 7 Konventsmitglieder gleichzeitig im Turm saßen, weil sie “vom geraden Weg der Ehrbarkeit und des religiösen Lebens gänzlich abgekommen waren”.

Viele verließen einfach ihre Klöster. So wurde das Kloster Elchingen bis auf 14 Mönche entvölkert.

Visitation (zuletzt ETTAL 2010)

Im Februar 1522 erlebte das Kloster Herbrechtingen eine Visitation durch einen Vertreter des Bischofs von Augsburg Christoph von Stadion, der als relativ reformfreudig galt. Zahlreiche Mißstände kamen so ans Tageslicht und wurden bemängelt: Der Probst solle sich

otto v. corvin

1 FRFR 2,28
seelsorger mixa

Wenn nun auch das Hauptgeschäft der Mönche im Handel mit geistlicher Ware bestand,
so ließen sie sich doch auch zu dem mit irdischen Dingen herab,
als die ersten im Kurs zu fallen begannen.
Viele Klöster wußten sich das Recht zu erwerben, Wein und Bier zu verzapfen,

und verdienten damit viel Geld.

In Nürnberg verkaufte eins jährlich 4500 Eimer Bier.

Jeder Bettler,
der in seine Bierstube kam,
erhielt einen Pfennig,
aber das Glas Bier wurde ihm

für zehn Pfennig verkauft.

Im allgemeinen gaben sich die Mönche aber mehr mit dem

Trinken als mit dem Verkaufen ab,

und die Klosterkeller stehen bei allen alten Zechern im besten Andenken.

Die frommen Väter hatten in ihren Kellern Fässer,

die größer waren als die Zellen ihrer Vorfahren,
der armen Einsiedler.

Als man in Österreich die Klöster aufhob,
fand man
selbst in Nonnenklöstern
herrlich versehene Weinkeller.

Die Kanonissinnen
zu Himmelspforten
in Wien
hatten in dem ihrigen
noch 6800 Eimer und Raum für das Doppelte.

Es gab da einen Gottvaterkeller,

Gottsohn- und Heiligengeistkeller,

einen Muttergottes-,
Johannes-,
Xaver- und
Nepomukkeller.

Der allergrößte,

der Gottsohnkeller,
war leer

bis auf ein einziges Faß. –

Was mag nun erst in Mönchsklöstern für ein Vorrat gewesen sein!

Saufen galt bei den alten Rittern für eine Tugend, und es war die einzige, in welcher sie es einigermaßen weit brachten, worin sie aber dennoch im allgemeinen von den Mönchen übertroffen wurden;

einzelne Ausnahmen fanden freilich statt, und es kam sogar vor,

daß Mönche

noch vor

einem Bischof

tot gesoffen;

doch alle

aufgefunden wurden.”

LOL

Otto von Corvin

Jesuiten vorreiter im Entschädigungsprozess?

Sünde und ihre Konsequenzen:

1 FRFr 2,22

(in den Archiven…Castelgandolfo, GB, Spanien…)

– erneut kurzen Prozess mit den geretteten üppigen Rest-machtgrundlage dieser schienheiligen, unverbesserlichen Mega-Sekten-Bande machen?

“Kirchengüter verstaatlicht

Zur Vermeidung des seit August 1789 bevorstehenden Staatsbankrotts präsentierte die bürgerliche Mehrheit am 2.11.1789 die vermeintliche Lösung der Finanzkrise des Ancien Régime: Mit 568 gegen 346 Stimmen bei 40 Enthaltungen erklärte sie – auf Antrag Mirabeaus – die Kirche von Kirche und Klerus zum ‘Nationaleigentum’. Der Wert wurde auf umgerechnet 50 Mrd. € veranschlagt.
Sie sollten zur vermeidung von Staatsschulden eingesetzt werden.

Konfisziert wurden sie mit der Verpflichtung des Staates, fortan für den “Unterhalt der Kirchendiener in würdiger Form” aufzukommen.
Die von der Kirche wahrgenommenen sozialen Aufgaben übernahm der Staat…”

– und damit seine eigene Subventionen für die Kirche und ihre (vatikanischen und episkoplen) Pfaffen.

LOL

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