Diözese Regensburg geht gegen weiteren Blogger vor …

Verstehe ich diesen Beitrag des Internet-Journalisten Stefan Niggemeier richtig, so geht die Diözese Regensburg mit Hilfe des in der Vergangenheit immer wieder durch die Meinungsfreiheit beschneidende Urteile auffallenden Landgerichts Hamburg nicht nur gegen Journalisten (z. B. vom SPIEGEL) vor, die eine unbestrittene Zahlung an ein Missbrauchsopfer als “Schweigegeld” bewerten, sondern auch gegen die, die über Abmahnung und einstweilige Verfügung berichten.

Da ich ja hier keine Auseinandersetzung mit der Diözese Regensburg führen will (die Jesuiten sind schon aufreibend genug), distanziere ich mich ausdrücklich von der abgemahnten Bewertung des SPIEGEL.

Ich frage mich in dem Zusammenhang:  Sind Zahlungen der katholischen Kirche Deutschlands an Missbrauchsopfer aus der Vergangenheit bekannt, die nicht mit der Zusage der Geschädigten über die Vorfälle zu schweigen verknüpft waren?

Eckiger Tisch

15 comments

Michael Lehmann

250.000 Schadensersatz für die Diözese Regensburg, 80.000 für den beleidigten Aloisiuskollegs-Schulleiter, 4.000 für ihre eigenen Missbrauchsopfer, die Kirche und die Jesuiten kennen den Marktwert in der Bundesrepublik!

Und sehr schön auch die Taktik, nach aussen Dackelblick-Ackermann, nach innen hetzt man die besten Anwälte Deutschlands auf unliebsame Journalisten und allzu freche Missbrauchs-Opfer..

Heute findet vor dem Landgericht Hamburg das Verfahren um die einstweilige Verfügung gegen den Journalisten statt, der über Missbrauchsfälle in der Diözese Regensburg berichtet hat.

Die Diözese Regensburg will, sollte die angemahnte Meinungsäußerung wiederholt werden, ein Bußgeld in sechsstelliger Höhe (250.000 €, ersatzweise bis zu zwei Jahre Haft) verhängt sehen. Schon interessant mit welchen Summen die Kirche einen Schaden geahndet haben möchte, sieht sie sich selbst als Geschädigte an.

Mehr: http://www.regensburg-digital.de/in-eigener-sache-diozese-regensburg-regensburg-digital-de-2/14122010/

Otto v. Corvin

1, FRFR 2,16
(in den Archiven auf dem Weg nach Castelgandolfo, GB, Spanien…)

SÜNDE! SÜMDE! SÜMDE! (Nr. __ bis Nr. __) (kommt aus dem Innern…)

Vorreiterrolle der Jesuiten bei materiellen Entschädigungszahlungen?

“…Wie beim Missbrauchsskandal setzen viele Bischöfe auf Verschleiern. Möglichst niemand soll Einblick bekommen in ihre Parallelwelt aus prallen Konten und geheimen Vermögenswerten, die teils seit Jahrhunderten ihre Macht stützen. Nur der aus Kirchensteuern finanzierte Bistumshaushalt ist öffentlich – das eigentliche Vermögen bleibt im Schatten…”

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,700545,00.html

LOL

Comments are closed.