Verhaltene Reaktion des Ordens auf den Zwischenbericht zum Aloisiuskolleg

Folgt man dem Bonner Generalanzeiger vom 18.3., so drängt sich der Verdacht auf, dass der Orden die am Aloisiuskolleg begonnene Aufarbeitung ausbremsen will und die Vorschläge der Arbeitsgruppe, die unter anderem auch die Einsetzung einer externen Stelle zur weiteren Aufklärung beinhalten, nicht umsetzen möchte:

” Der Arbeitsstab hatte vorgeschlagen, Ehemalige aus den 50er und 60er Jahren und weitere Betroffene zu Gesprächen zu ermutigen und unabhängige Ombudsleute von außen als Gesprächspartner zu benennen.

“Es wurden bereits Überlegungen angestellt, wie die Rolle einer Ombudsperson gestaltet werden könnte”, kommt als Antwort aus München. Aber grundsätzlich sei schon die Tätigkeit von Ursula Raue so konzipiert, dass sie dem Profil einer externen Stelle entspreche, fügt Busch hinzu. ” Quelle

Eine Arbeitsgruppe hatte in der vergangenen Woche einen Zwischenbericht zu den Missbrauchsvorwürfen am Bonner Aloisiuskolleg vorgelegt:

“Am Bonner Jesuitengymnasium sollen zwischen 1946 und 2005 sechs Jesuitenpatres Schüler sexuell missbraucht haben. Das teilte der kommissarische Rektor, Pater Ulrich Rabe, am Dienstag in Bonn mit.

Rabe bezieht sich auf einen Zwischenbericht, der am Montag dem Kollegium, Elternvertretern und der Missbrauchs-Beauftragten der Jesuiten, Ursula Raue, vorgelegt worden war. Den Zwischenbericht erstellt hatte eine Arbeitsgruppe mit Repräsentanten von Eltern, Lehrern, Schul- und Internatsleitung und Mitgliedern der Jesuiten. ”
So berichtete der Kölner Stadtanzeiger.

Der Generalanzeiger traf bei der Gelegenheit auch Frau Raue.

Eckiger Tisch