Archiv für die Kategorie ‘AKO’

Personelle Veränderungen an den Kollegs

Mittwoch, 12. Januar 2011

Die Jesuiten melden heute, dass Klaus Mertes zum 1. September neuer Direktor in St. Blasien werden soll.

Nachfolger als Rektor am Canisius-Kolleg wird schon im Mai Tobias Zimmermann, der dort bereits als Schulseelsorger arbeitet.

Johannes Siebner wechselt im Juli an das Ako.

AKO: Neues Ermittlerteam und anwaltliche Drohbriefe …

Donnerstag, 22. Juli 2010
Nackte Knaben im Park

Nackte Knaben im Park

Am Bonner Aloisiuskolleg arbeitet seit Juni ein neues Team von Ermittlerinnen. Prof. Julia Zinsmeister von der FH Köln, Rechtsanwältin Petra Ladenburger und die Psychotherapeutin Inge Mitlacher sollen die Aufklärungsarbeit weiterführen.

Der hoffnungsvolle Neuanfang wird getrübt durch die Tatsache, dass einige Betroffene und eine engagierte Journalistin inzwischen anwältliche Drohbriefe von einem Jesuiten erhalten haben. Einen Überblick über die ambivalente Situaion gibt dieser WDR-Bericht:

http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/rueckschau/2010/07/19/lokalzeit_bonn.xml?mo=386

L. Stüper gestorben

Donnerstag, 22. Juli 2010

Ludger Stüper SJ Am Sonntag dieser Woche ist Pater Ludger Stüper gestorben. Er war vier Jahrzehnte lang am Bonner Aloisiuskolleg in Bonn tätig und verließ das Gelände erst 2008. Er starb in einem Krankenhaus, wo er nach einem Sturz stationär behandelt worden war.

Zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen des jahrzehntelangen Missbrauchs von Schutzbefohlenen hat er öffentlich nie Stellung bezogen.

http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&itemid=10490&detailid=764433

Toscanawanderung

Freitag, 25. Juni 2010

AloisiuskollegRobert Knickenburg hat bereits 1999 seine Erinnerungen an die Missbrauchsvorfälle am AKO in den 50er Jahren niedergeschrieben. Diesen Text hat er uns hier zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt, was wir gerne tun. In einem zweiten Text setzt er sich mit Reaktionen auseinander, die er auf sein HR-Interview hin erfahren hat.

Beides – und natürlich die titelgebende Toscana-Anekdote – findet sich unter http://www.eckiger-tisch.de/erinnerungenako/

Betroffene vom AKO laden zu einem Eckigen Tisch ein

Dienstag, 11. Mai 2010

EINLADUNG ZUM 2. ECKIGEN TISCH / AKO BONN

Liebe Betroffene AKO Bonn, liebe Angehörige, Unterstützer und Freunde!

Wann: Samstag, 15. Mai 2010 von 12 – 18 Uhr
Wo: Bonn-Königswinter

Der zweite „Eckige Tisch/ AKO Bonn“ schließt sich an den ersten an, den Betroffene und Unterstützer bereits am 5. April in Düsseldorf veranstaltet haben. Dort ging es zunächst um ein erstes Kennenlernen und einen Erfahrungsaustausch der Missbrauchsfälle am AKO. Zugleich wurden Ideen gesammelt, wie nächste Schritte zu einer lückenlosen Aufklärung dieser und evtl. weiterer Fälle der letzten 60 Jahre sein und wie welche Forderungen gestellt werden können.

Um weitere Schritte in Richtung Aufklärung zu planen, um Betroffenen die Chance zu geben sich zu finden und zu äußern und um das Thema wieder in den Fokus der – medialen- Öffentlichkeit zu rücken, findet nun der zweite „Eckige Tisch“ statt.
Wichtige Punkte hierbei sollen sein:

Erfahrungsaustausch unter den Betroffenen;

Aufklärung über den Status Quo der aktuellen Aufarbeitung der Fälle am Bonner AKO seitens Frau Raue;

Stellungnahme des ehemaligen Rektors des AKO, Pater Schneider, zur Gesamtsituation (bisher fehlt jede Äußerung seitens P. Schneiders)

Forderungen, Wünsche zur Vorgehensweise des Ordens, des Kollegs und der Justiz.

Wir denken, dass wir eine passende Lokalität gefunden haben, die unseren Wünschen entspricht und darüber hinaus durch die Atmosphäre dem Hintergrund unserer wichtigen Anliegen ein wenig Ausgleich verschafft. Besonders interessant ist die Lage zu Fusse des Petersbergs an dem ja auch die Afghanistan-Gipfel stattgefunden haben. Vielleicht können wir ja mehr erreichen.

Wir freuen uns auf ein gelingendes Treffen!
Anmeldung bei: mschroedertoyka@yahoo.com

Missbrauchsopfer des Aloisiuskollegs fordert Entschädigung

Mittwoch, 05. Mai 2010

gaIn einem Artikel im General-Anzeiger Bonn berichtet Ebba Hagenberg-Miliu über ein Missbrauchsopfer des Akos, das sich den Forderungen des Eckigen Tischs angeschlos- sen hat. Für den Artikel waren wir um eine Stellungnahme gebeten worden, und da bewerteten wir die Antwort der Jesuiten auf den Osterbrief noch positiv, inzwischen sind wir nach einem zweiten Schreiben aus München eher desillusioniert.

Bad Godesberg.    60 Jahre hat Gernot Lucas gebraucht, um öffentlich zu bekennen: “Ja ich bin eines der Ako-Opfer. Ja, ich bin drei Jahre lang von einem dortigen Jesuitenpater missbraucht worden.”

46 Jahre lang verschwieg er die schrecklichen Erinnerungen sogar seiner Frau. “Und jetzt fühle ich mich wie befreit”, sagt er aus vollem Herzen. Seitdem die Diskussion über den Missbrauchsskandal an deutschen Jesuitenschulen losbrach, seit er sich im März im WDR erstmals namentlich als Opfer bekannte und jetzt intensiv in den Internetforen zum Ako mitmischt, atme er endlich auf.

“Jetzt will ich aktiv sein im Kampf gegen Verharmlosung, Vertuschung und Leugnung”, betont der Mann, der sich über Jahrzehnte als Architekt und ArchitekturProfessor einen Namen gemacht hat und heute in Frankreich lebt. Den aktuellen Forderungen der bundesweiten Opfergruppe “Eckiger Tisch” an die Jesuitenzentrale hat Lucas sich dieser Tage angeschlossen.

Artikel: http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&itemid=10490&detailid=732532

Eins müssen wir aber korrigieren: es gibt keinen “Eckigen Tisch” mit den Jesuiten am 15. Mai. Da ist leider irgendwas durcheinander gegangen.

Im WDR-Beitrag Missbrauch – ein Opfer erzählt (8. März 2010) berichtet Prof. Gernot Lucas im Interview.

“Pater Stüper − ein Traum”

Freitag, 09. April 2010

anselmAnselm Neft träumt in seinem Blog über eine Begegnung mit Pater Stüper.

Lesenswert, denn er zeichnet ein gutes Stimmungsbild zur Atmosphäre am AKO, das der Autor den seltsamen Soldiaritäts- bekundungen ehemaliger Schüler des AKOs mit dem Kolleg und den Tätern entgegen hält.

Er endet seinen Artikel in “Verbundenheit nur mit den Betrogenen, Missbrauchten, Enttäuschten, Entmachteten, Ausgenutzten, Übergangenen und Ungehörten.”

Danke!

Im WDR berichtete am 8.3. 2010 ein Betroffener von dem, was ihm vor 60 Jahren am AKO widerfahren ist.

stern: Ich war 11 Jahre alt …

Freitag, 19. März 2010

stern2Der Stern erinnert mit dem aktuellen Titel an frühere Bekenntnistitel (zum §218 z. B.), er lässt also Betroffene zu Wort kommen.

In der Online-Ausgabe findet sich auch die Schilderung eines Geschädigten vom Aloisiuskolleg.

Verhaltene Reaktion des Ordens auf den Zwischenbericht zum Aloisiuskolleg

Dienstag, 16. März 2010

Folgt man dem Bonner Generalanzeiger vom 18.3., so drängt sich der Verdacht auf, dass der Orden die am Aloisiuskolleg begonnene Aufarbeitung ausbremsen will und die Vorschläge der Arbeitsgruppe, die unter anderem auch die Einsetzung einer externen Stelle zur weiteren Aufklärung beinhalten, nicht umsetzen möchte:

” Der Arbeitsstab hatte vorgeschlagen, Ehemalige aus den 50er und 60er Jahren und weitere Betroffene zu Gesprächen zu ermutigen und unabhängige Ombudsleute von außen als Gesprächspartner zu benennen.

“Es wurden bereits Überlegungen angestellt, wie die Rolle einer Ombudsperson gestaltet werden könnte”, kommt als Antwort aus München. Aber grundsätzlich sei schon die Tätigkeit von Ursula Raue so konzipiert, dass sie dem Profil einer externen Stelle entspreche, fügt Busch hinzu. ” Quelle

Eine Arbeitsgruppe hatte in der vergangenen Woche einen Zwischenbericht zu den Missbrauchsvorwürfen am Bonner Aloisiuskolleg vorgelegt:

“Am Bonner Jesuitengymnasium sollen zwischen 1946 und 2005 sechs Jesuitenpatres Schüler sexuell missbraucht haben. Das teilte der kommissarische Rektor, Pater Ulrich Rabe, am Dienstag in Bonn mit.

Rabe bezieht sich auf einen Zwischenbericht, der am Montag dem Kollegium, Elternvertretern und der Missbrauchs-Beauftragten der Jesuiten, Ursula Raue, vorgelegt worden war. Den Zwischenbericht erstellt hatte eine Arbeitsgruppe mit Repräsentanten von Eltern, Lehrern, Schul- und Internatsleitung und Mitgliedern der Jesuiten. ”
So berichtete der Kölner Stadtanzeiger.

Der Generalanzeiger traf bei der Gelegenheit auch Frau Raue.