Stimmen von Betroffenen und Unterstützern

Von 2008 bis etwa 2011 wurde ich öfters von einem indischen Priester in XYstadt missbraucht und vergewaltigt. Zu Beginn war ich 13 Jahre alt. Vor 4 Jahren habe ich einen Brief an den Papst geschrieben und um sein Segen gebeten, da es mir sehr schlecht ging. Eine Antwort habe ich keine bekommen dafür hat die Kirche gegen meinen ausdrücklichen Willen ein Strafverfahren eingeleitet. Das hat mein Leben zerstört.

Der Täter ist seitdem zurück nach Indien ihm ist bisher nichts passiert. Ich habe von der Kirche  40.000 € Schmerzensgeld bekommen plus die 5.000 € Anerkennung des Leids.

Die Kirche hat mir mit ihrer Vorgehensweise sehr geschadet und ich würde mich gern dagegen wehren. Außerdem hatte ich nie das Gefühl das es jemandem leid getan hat was passiert ist.

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Oh nicht noch weitere Verdrängung seitens der Kirche. Es reicht, denn es macht wütend.

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Benötige Hilfe und Infos auch zu Mitopfern bezüglich Missbrauch im bischöflichen Jungeninternat Albertinum in Gerolstein, in der Zeit ab 1977. Bin Opfer dieses Internats.

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Email an das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz:

Sehr geehrter Herr Minister,

in meiner Familie hat es einen jahrelangen Missbrauch durch einen katholischen Priester gegeben. Als Ärztin ist mir das Ausmass der daraus folgenden psychischen Störungen weitgehend bekannt. Finanzielle Entschädigungen können nur ein Tröpfchen auf den heissen Stein bedeuten.

Es gibt 2 Gründe meines Schreibens an Sie:

Wer erhebt KLAGE gegen die vertuschenden , noch lebenden Bischöfe wegen fehlender VEREITELUNG einer STRAFTAT?

Gibt es ZAHLUNGEN an die KRANKENKASSEN für THERAPIEKOSTEN, die nicht zu Lasten der Allgemeinheit gehen dürfen?

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Ich wollte euch nur mal mitteilen, nun stellt sich das Erzbistum Paderborn in einer Pressemitteilung, voll mit Empathie und Achtsamkeit dar.

Die haben sich bis heute nicht gemeldet, siehe alle Mails.

Es macht mich so wütend und ich bin so enttäuscht.

2 Jahre wird man ständig auf die stufe eines bittsteller gestellt.

Selbst letzte Woche keine Hilfestellung.

Der Bericht von Paderborn tut mir mehr weh als der gestrige Bericht.

Ich nehme den jetzt persönlich und werde meine Wut in den nächsten Tagen persönlich nach Paderborn bringen.

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Niemals wird die Kirche zu Ihren Fehlern stehen ,ich bin auch ein Opfer der Kirche Mißbrauch und Mißhandlung , in den 70er Jahren .
Es hört nie auf wen der Staat nicht hingeht und dem einen Riegel vorschiebt !
Der Staat steht genauso in der Verantwortung, seine Kinder zu schützen .
Meine Seele leidet muß das jetzt auch anderen Kindern so gehen ?
Das muß eine Ende haben !!!!!

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Im herkömmlichen Sinne sind wir keine Betroffenen. Obwohl wir ab 1952/1970 in Salzkotten-Verne,, Kreis Paderborn, aufwuchsen. Betroffen fühlen wir uns sehr in dem Sinne, dass uns die Erlebnisse und das Nichthandeln des Staates erschüttern. Von der kath. Kirche halten wir so wenig, dass wir von denen nichts erwarten. Wohl aber die Strafverfolger des Landes müssen spätestens nach der MHG-Studie tätig werden. Jede Rücksicht auf die Institution Kirche muss aufhören! Sämtliche Täter müssen laisiert werden, um ihnen die Gelegenheit weiterer Taten zu erschweren. Falls ihre Straftaten noch nicht verjährt sind, müssen sie vor Gericht gestellt und bestraft werden. Der Sinn von Gefängnisstrafen liegt nicht nur in der Bestrafung. Unsere Kinder werden für den Strafzeitraum vor neuen Taten geschützt. Aufgrund von Strafurteilen lassen sich ggf. auch zivilrechtliche Entschädigungen leichter und angemessener durchsetzen. Die mediale Betrachtung der letzten Woche hat uns nicht gut gefallen. Der Fokus lag viel zu sehr auf der Kirche. Wer Herrn Ackermann bei Maischberger gesehen hat, weiß, dass vonseiten der kath. Kirche nichts zu erwarten ist.

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Das ganze triggert mich ganz schön und ich nahm es zum Anlass, den folgenden Text an den Orden zu schicken:  Sehr geehrte Damen und Herren, mit diesem Schreiben möchte ich mich wieder in Erinnerung bringen. Sie fragen sich vielleicht sich, wieso jetzt und warum? Falls Sie wirklich sich diese Frage stellen, kann ich damit antworten, das mit der Veröffentlichung der MHG-Studie bei der Bischofskonferenz und dessen mediale Verbreitung, sowie die thematischen Talkshows, in mir verborgene Bilder und Emotionen an die Oberfläche triggerten. Kurz zur Studie: Ein richtiger Schritt, jedoch kommt in mir der Verdacht auf, das Aufgrund des untersuchten Zeitraumes und der Betroffenenzahl, etwas nicht stimmen kann. Es wurde ja benannt, dass sich einige Orden nicht beteiligt haben, Akten verschwunden sind, gefälscht wurden. Diese Studie dann unter dem Titel einer Aufarbeitung zu stellen, erscheint mir dann doch fragwürdig. Bei der Talkshow „Maischberger“ fiel ein Satz in der Runde, die alle mit Wohlwollen quotierten: „Das ganze Leben ist entgleist durch den Missbrauch. Warum ist die Kirche nicht in der Lage, eine großzügige Entschädigung anzubieten?“Mein Antrag auf Leistungen in Anerkennung des Leids (vom März 2011) wurde von Ihrer Seite mit einer freiwilligen Leistung von 5000 Euro entsprochen.  Meine Welt bestand aus Flipper, Lassie, Emil und die Detektive, als ich 1974, kurz vor dem 10 Lebensjahr stehend, in das ehem. Don-Bosco-Heim, Berlin Wannsee, kam.Der dreimalige Missbrauch durch einen Pater (der Name ist Ihnen bekannt) zerbrach mein Urvertrauen, der anschließende weitere Missbrauch durch einen älteren Jungen, in der Gruppe, war die Konsequenz, die durch den Missbrauch des Paters geschehen konnte, da ich stark traumatisiert war. Wie ich schon damals schrieb, „Ich kam in das Heim als ein Kind, welches verträumt und noch voller Vertrauen und Erwartungen auf die Welt war. Heraus kam, vier Jahre später, ein gebrochener und depressiver Teenager, der nur noch sterben wollte“.Die Geschehnisse warfen Schatten auf mein Leben und begleiten mich bis heute, durch Depressionen, Flashbacks (PTBS), der Unfähigkeit Beziehungen einzugehen und einer nicht konstanten beruflichen Biografie, die 2014 mit einer Erwerbsunfähigkeit endete.Rückblickend kann ich konstatieren, dass mein Leben durch die Ereignisse, die meine Persönlichkeit immens beeinflussten, entgleiste. Um dies auch zu verdeutlichen habe ich Ihnen einen therapeutischen Bericht angehängt. Die ehem. Institution (Don-Bosco-Heim) gehörte zu Ihrem Orden, zu Ihrer Zuständigkeit. Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen, war das Leitbild Don Boscos. Es wäre schön, wenn dieses Leitbild nichts von seiner Aussage verloren hätte und Sie in der Debatte vorangehen würden und sich gegenüber „wirklichen“ Entschädigungszahlungen aussprechen würden.

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Könnte man die Bischöfe nicht wegen UNTERLASSENER HILFELEISTUNG Anklagen?

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Ich kämpfe seit Jahren gegen das Erzbistum Paderborn.

Ich bin anerkannt seit drei Jahren.

Am Montag hat Herr Bischof Ackermann mit mir persönlich gesprochen.

Ich habe ihm meine Erfahrungen mitgeteilt, bzw. ich wurde gebeten dies zu tun, eine Unterstützung durch Paderborn blieb mir verwehrt.

Trotzdem habe ich meine Erfahrungen Herrn Bischof Ackermann geschrieben.

Warum ich ihnen schreibe

Einige Opfer wie ich, fühlen uns halt Missbrauch 3 Klasse.

Können sie wirklich für uns sprechen ?

Sie haben nicht den täglichen Kampf, ums Überleben, sie sind super eingebunden ins soziale Netzwerk.

Ihnen hört man zu.

Denken Sie auch an die vielen anderen.

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Mit Entsetzen und Wut verfolge ich die Berichte über das Verbrechen katholischer Kirchenvertreter. Gibt es nicht noch mehr Möglichkeiten, seinen Protest auszudrücken, wie es z.B. die Metoo – Bewegung oder der Aufschrei gezeigt haben, um Druck auf die Verantwortlichen in Staat und Kirche auszuüben? Ich wäre dabei!

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Sehr aufmerksam verfolge ich seit Jahren die Diskussion um sexuellen Mißbrauch in der katholischen Kirche. Ich bin erst heute aus der Presse auf Ihre Initiative gestossen. Auch ich wurde als Kind mißbraucht und habe bisher geschwiegen, weil ich auch nicht weiß wie und wo ich mich artikulieren kann. Ich bin nach wie vor in der katholischen Kirche als eher passives Mitglied dabei und denke schon seit Jahren nach wie ich dem Unrecht, das mir angetan wurde gerecht werden soll. Als die Welle vor Jahren an die Öffentlichkeit geschwemmt wurde, wollte ich nicht auf den fahrenden Zug aufspringen, vor allem weil es mir nach mittlerweile 40 – 45 Jahren nach wie vor peinlich ist was mit mir geschehen ist, außerdem will ich nicht als „Abkassierer“ da stehen, der nur eine Entschädigung einheimsen möhcte. Darum geht es mir nicht. Mir geht es darum Ruhe zu finden von den Vorfällen die sich vor so langer Zeit ereignet haben und an die ich immer noch fast täglich denken muss.
Mehr möchte ich hier nicht schreiben. Vielleicht können Sie mir helfen. Vor allem möchte ich nicht in die Öffentlichkeit gezerrt werden, da mir die Tatsache an und für sich schon peinlich genug ist.

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Man steht nun traumatisiert alleine.

Antworten ?

Mehr Fragen !!!!!

Nicht ein Beschluss, für opfer.

Bischof Becker hat für die Opfer gebetet,

Gut zu machen ist es nicht mehr.

Also weiter im Tagesgeschäft.

Ich habe mich heute bedankt fürs Gebet, mir geht es schon viel besser.

Ironischerweise

Mir wurde der Hörer aufgelegt, Kritik an Bischof oder kirche ist nicht zu gelassen

Wie viele jahre soll das noch gehen

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Offene Nachricht an Herrn Kardinal Marx

Sehr geehrter Herr Kardinal Marx,

gestern sah ich im Fernsehen („Frontal 21“ und Nachrichten) den Bericht mit Ihnen in Sachen Ergebnisse der Missbrauchsstudie. Mir wurde richtig schlecht nach allem, was ich leibhaftig von Seiten der Kirche erleben musste. Sie wollen endlich was für die Opfer tun, wie Sie versprechen. Das klingt alles gut und schön, doch meinen Sie es wirklich ernst damit? Ich habe in meinem eigenen Verfahren so viel Hartherzigkeit, Unbarmherzigkeit, Herablassung, nicht eingehaltene Versprechungen und offene Lügen durch Ihre Vertreter und Kollegen in der Kirche erlebt, dass es mir schwer fällt, Ihnen gegenüber jetzt nicht anmaßend zu werden und Sie nicht der Heuchelei zu bezichtigen. Vielleicht meinen Sie es ja wirklich ernst. Doch wie kann ich Ihnen glauben? Anbei finden Sie drei Schreiben des Erzbistums Köln. Beantworten Sie mir doch mal folgende Fragen:

finden Sie das Verhalten Ihrer „Kollegen“ oder Glaubensbrüder richtig so? Was glauben Sie, hält wohl Jesus davon?

Nehmen Sie zum Beispiel das Schreiben des Generalvikars des Erzbistums Köln vom Juli 2015: „Aus unserer Sicht abschließend geklärt“ – wie unbarmherzig, unchristlich und unvermögend in Fragen menschlicher Einfühlsamkeit muss so ein Mensch sein, so etwas einem Opfer zu schreiben. Für mich ist nichts abschließend geklärt, denn ich bekam „lebenslänglich“, wie so viele andere (tausende und abertausende) Opfer auch. Ich fühle mich ein Stück weit um mein Leben betrogen, um das bißchen Normalität, auf gefestigtem wirtschaftlichem Boden eine Frau finden zu können und eine Familie gründen zu können. Ist das Gründen einer Familie nicht eine christliche Tugend, die niemand behindern sollte? Ich kämpfe bis heute um gesellschaftliche wie berufliche Teilhabe und darum, endlich meine unverschuldete Abhängigkeit von Sozialamt und Steuerzahler beenden zu können. Seit Jahren ringe ich mit dem Staat um das bißchen Entschädigungsrente, und der Staat versucht alles, seine Kosten zu minimieren. Ich (und wiederum unzählige andere) werden in ihren Verfahren routiniert gedemütigt und erleben Dinge, die unfassbar sind. Wie ich erst vor einiger Zeit erfuhr, hat ein Sozialbeamter des Landes Niedersachsen offen darüber berichtet, dass das Land regelmäßig ein festes Team von externen Ärzten und Gutachtern beauftragt, die stets die „zu teuren“ Ansprüche abschmettern und ihre Gutachten sogar ungeniert voneinander kopieren, um auf diese Weise gleichzeitig noch mehr Fälle abschmettern zu können. Hinter jedem Fall steht ein menschliches Schicksal, aber das interessiert keinen. Das Ganze vollzieht sich einfach so, aber die Kirche schweigt – und fällt ihren Opfern damit ein weiteres Mal in den Rücken…

So viele einflussreiche Personen habe ich um Hilfe gebeten, darunter Persönlichkeiten wie Frau Hannelore Kraft, Ministerpräsidenten Malu Dreyer, und alle ließen mir mitteilen, dass ich mich an Sie bzw. die Kirche wenden soll. Sie rieten mir, nicht zu verzweifeln, sondern weiterhin und standhaft für meine Entschädigung zu kämpfen.

Wie sehen Sie das eigentlich: sollte die Kirche nicht generell Barmherzigkeit zeigen und den Opfern ihrer Vertreter eine sichere und sozialversicherungspflichtige Arbeitsstelle zur Verfügung stellen, diese nötigenfalls sogar eigens einrichten? Wieso muss eigentlich der Steuerzahler die Grundsicherung der Opfer bezahlen, und wieso werden die Opfer damit obendrein Zeit ihres Lebens diskriminiert, indem sie nichts besitzen und keinerlei Vermögen aufbauen dürfen (siehe Voraussetzungen für den Bezug von Grundsicherung)???

die Kirche (katholische wie evangelische) sollte endlich ernsthafte Verantwortung auch für frühere Kinder und heutige Erwachsene übernehmen: die Kirchen bekommen so viele Steuergelder zur Verfügung, lassen sich sogar ihre Mitarbeiter vom Steuerzahler bezahlen, doch die Entschädigungen sind erbärmlich im Vergleich zu dem Leid der Opfer. Diejenigen, deren Gesundheit ruiniert wurde und die nicht mehr arbeiten können, sollten eine richtige und vor allem aufrichtige Entschädigung erhalten, welche sie frei von ihrer unverschuldeten Abhängigkeit vom Sozialamt und Steuerzahler macht. Das wäre eine echte „Anerkennung des erlittenen Leids“!

Ich bin nur einer von vielen, der sein Erlebnis mit der Kirche hat und seit Jahren hingehalten wird. Mittlerweile bin ich unendlich wütend über das unchristliche und unehrliche Gebaren der Kirchenoberen. Aufgrund meiner ganzen Erlebnisse in der Kindheit bin ich schwerbehindert und an einer PTBS erkrankt. Ich beziehe volle Erwerbsminderungsrente und möchte doch nichts anderes als arbeiten- Inklusion erfahren auf Augenhöhe mit gesunden Menschen. Doch die Kirche zeigt sich unbarmherzig und unchristlich. Was ich Ihnen jetzt schreibe, verbittert mich dabei zutiefst:

der heutige Erzbischof von Hamburg, Dr. Stefan Heße, hatte in seiner früheren Funktion als Generalvikar des Erzbistums Köln dem damaligen Präses und Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche, Herrn Nikolaus Schneider, kurz vor dessen Ruhestand vor wenigen Jahren persönlich zugesichert, mir konkret vor Ort in meiner Heimatstadt bei der Eingliederung zu helfen (den Schriftverkehr habe ich sorgfältig archiviert). Der oberste Vertreter der Evangelischen Kirche hatte sich zuvor für mich eingesetzt, wie im Übrigen auch Frau Käßmann und andere bedeutende Persönlichkeiten. Doch von Seiten der Katholischen Kirche gab es nur leere Versprechungen, und in Wirklichkeit geschah nichts: ich warte schon so lange auf die zugesicherte und versprochene Hilfe der Katholischen Kirche. Ich möchte so gerne in das Erwerbsleben zurück und nicht mehr länger vom Steuerzahler abhängig sein.
Was wäre eigentlich falsch daran, wenn die Kirche grundsätzlich für Personen, die durch ihre Vertreter geschädigt wurden, soziale Verantwortung übernähme, und sei es durch berufliche Integration?
Aber die Kirche will offenbar nicht wirklich helfen, sondern nur ihre Macht ausbauen und die Menschen mit Allgemeinfloskeln einlullen, sie „berauschen“.

Heuchelei und vornehm versnobtes Schweigen, wo immer man hinschaut. Es ist erbärmlich! Ich befürchte, dass es immer so weiter gehen wird, denn die Führungspersonen decken einander und erteilen sich gegenseitig gegen uns Menschen an der Basis ihre Absolution…

Offen gefragt: wäre es nicht ein Akt christlicher Fairneß, wenn die Kirche den einstigen Kindern, die im Bereich der Kirche so Schlimmes erleben mussten, dass diese nachhaltig in ihrer gesundheitlichen wie beruflichen Gestaltungsfähigkeit eingeschränkt wurden, in aufrichtiger Anerkennung ihres erlittenen Leids eine berufliche Perspektive zur Eingliederung ermöglichen würde?

Für die Kirche wäre das lediglich eine Belastung, die sie spielend aus ihrer Portokasse leisten könnte. Wievielen Kindern von einst könnte man aufrichtig ihre Würde zurückgeben, wenn man sie von der Last des Sozialamtes (und umgekehrt) befreien würde und sie als wahrhafte „Anerkennung des erlittenen Leids“ beruflich integrieren würde? Das wäre doch echt christlich, oder nicht? Wahre christliche Barmherzigkeit bemisst sich an den Taten, weniger an leeren Worten, ist meine persönliche Überzeugung… Wie sehen Sie das?

Schauen Sie sich gerne auch mal die beiden beigefügten E-Mails von 2014/2015 (Büro des EKD-Ratsvorsitzenden und Schreiben des Persönlichen Referenten des Bischofs von Osnabrück) an und fragen sich, wie diese zusammenpassen. Sie sind doch ein gläubiger Christ, oder nicht? Was meinen Sie: sieht Jesus uns nicht genau an, jeden Einzelnen von uns, und wird er uns mehr an unseren Taten messen oder an unseren Worten???

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Sehr geehrte Damen und Herren,

nun, da mal wieder der Missbrauch durch Kirchenvertreter in den Medien ist,

habe ich mich hingesetzt und meine Geschichte und“ Erfahrungen “ mit einem Kirchenmann aufgeschrieben.

Ich dachte immer, ich könne die Geschichte ruhen lassen, aber da immer wieder Geschehnisse an die Öffentlichkeit gelangen, werde ich dadurch auch immer wieder an meine eigenen Erlebnisse erinnert.

Nein, ich tauche nicht in der Statistik auf, da ich mich bis jetzt noch nicht getraut hatte meine Geschichte zu erzählen.

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Bitte sehen Sie sich meinen Fall an. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie für mich etwas tun könnten. Mein Fall ist möglicherweise der Schlimmste.

Ich wurde als 11jähriger von einem kath Priester brutal missbraucht und lebensgefährlich verletzt. Nur durch dreimalige Operation habe ich zunächst überlebt.

Die Folgen: keine Frau, keine Familie, keine Kinder, zeugungsunfähig, keine Partner, allein lebend, körperliche Nähe unerträglich bis heute.

Es gab eine Akte, die jedoch verschwunden ist, nachdem die Kirchen-Oberen die grausame Tat erkannt haben. Meine sehr gläubigen Elter wurden eingeschüchtert. Es gab keine Anzeige, auch die Klinik musste schweigen.

Als der Missbrauchsskandal im Jahr 2010 in der Öffentlichkeit bekannt wurde, habe ich alle damit befassten Stellen um Hilfe gebeten. Es folgten unglaubliche Ausreden, unter anderem, ich soll den Bischöfen glauben und vertrauen, die werden das aufarbeiten.

Ich habe viele Unterlagen, auch einen persönlichen Brief von Bischof Marks, in dem er mein Schicksal bedauert, mehr nicht.

Ich bin 72 Jahre alt, schwerbehindert 100%, Artrose, Herz, und div., auf Rollstuhl angewiesen, kann meinen Alltag nur durch ehrenamtliche Betreuung bewältigen.

Auch bin ich finanziell in großer Not, 480.– Rente, 378.– Sozialhilfe.

Bitte helfen Sie mir.

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Die Deutsche Bischofskonferenz verpflichtet sich, konsequenter als bisher auf Opfer von sexualisierter Gewalt zuzugehen. Für das Landeskomitee der Bayerischen Katholiken ist das alles „nicht zukunftsweisend“. Der Ernst der Stunde wird erst erkannt werden, wenn schuldige Bischöfe und Kardinäle den ersten Schritt in ein Gefängnis gehen, nicht mit Priesterkragen und Brustkreuz, sondern mit Handschellen und Fußfesseln.

XXX, Pfarrer i.R.

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Warum die ELTERN ihre Kinder vor Missbrauch in der christlichen Kirche schützen müssen (da die Kirchen es nicht können und die im Staat dafür Verantwortlichen nichts tun)

„Sexuelle Gewalt in kirchlichen Einrichtungen dürften in Deutschland aktuell etwa 200 000 Personen erlitten haben.“ … Von Wissenschaftlern des Kompetenzzentrums Kinderschutz in Ulm „wird für beide Kirchen mit jeweils etwa 100 000 Opfern gerechnet.“ (FAZ vom 24. 9. 2018, S. 1)
Soweit zum Tatbestand. Doch während alle von „der Kirche“ reden – und durchaus zu Unrecht damit v. a. die katholische Kirche meinen – und die Täter bitten, doch endlich abzulassen von ihrem bösen Tun, gibt es einen besseren, einen v. a. sichereren und verantwortlicheren Weg, den Tätern in den Arm zu fallen, statt sich zu verhalten wie das Kaninchen vor der Schlange.
Denn Eltern, die immer noch darauf warten, dass die Kirchen den Missbrauch von Kindern durch ihre Glaubensvertreter „in den Griff bekommen“, handeln inzwischen grob fahrlässig und müssen sich daher eine Mitverantwortung an der Gewalt gegen ihre Kinder durch Vertreter der Kirche zurechnen lassen, wenn es „dazu“ gekommen ist. Und bei geschätzten jeweils 100.000 Opfern durch Vertreter jeder der beiden christlichen Konfessionen in Deutschland (s. o.) ist die Wahrscheinlichkeit ja nicht besonders klein, dass es „dazu kommt“.
Also, Eltern, vertraut den Kirchen Eure Kinder (auch und gerade die Jungen!) nicht mehr an – sei es als Ministranten, sei es als Chormitglieder, als Teilnehmer an einer Wochenendfreizeit, einem Jugendlager oder oder oder …. !
Das heißt, schicken Sie Ihre Kinder ab sofort bitte konsequent nicht mehr in eine Einrichtung einer der christlichen Kirchen – denn diese Entscheidungsmöglichkeit haben Sie, und Sie haben sie jetzt und Sie sollten sie jetzt wahrnehmen – lange bevor der deutsche Staat vielleicht irgendwann in Jahrzehnten sein Abhängigkeitsverhältnis von den christlichen Kirchen ein bisschen abzubauen beginnt (wie es der irische Staat jetzt schon tut).
Natürlich wird den Kirchen damit nicht ein Gran ihrer Eigenverantwortung abgesprochen, geschweige denn werden sie im Geringsten exkulpiert für das, was sie in den letzten Jahrzehnten und inzwischen sehenden Auges zugelassen und zumindest indirekt gefördert haben – doch selbst wenn die Kirchen ernsthaft willens wären, ab jetzt mit allen Kräften gegen den Missbrauch von Kindern aus ihren Reihen vorzugehen: sie könnten es faktisch gar nicht, denn dazu müssten sie sich selbst zuwiderhandeln. (Wobei das gerade den „höheren“ Kirchenvertretern natürlich zumindest unterbewusst auch klar ist, sodass ihre Entsetzensbekundungen etc. letztlich lediglich opportunistische Lippenbekenntnisse darstellen und im besten Fall ihre tiefe Ratlosigkeit widerspiegeln. Eine Aufhebung des Zölibats jedenfalls ist keine Lösung – denn von Vertretern der protestantischen Kirche wird ja genauso missbraucht wie von katholischen Kirchenvertretern.)
Die Kirchen könnten es gar nicht, habe ich behauptet, und jetzt kommt kein „starker Tobak“, sondern ein nüchterner Blick auf die Fakten: denn anders als die beiden anderen monotheistischen Religionen, das Judentum und der Islam, sind die christlichen Kirchen ja von Hause aus grundsätzlich pädo-/homoerotisch inzestuös organisiert („inzestuös“ im psychoanalytischen Sinn verstanden) – und damit strukturell gar nicht reformierbar, oder sie müssten ihre eigenen Grundlagen widerrufen und sich damit selbst abschaffen.
Wenn ich mich nicht irre, lässt sich weder in der Thora noch im Koran ein Spruch finden wie das „Lasset die Kindlein zu mir kommen“ in der christlichen Bibel, und 12 Jünger (wenn man genau hinschaut, ist das ja eine recht umfangreiche Homo-Schar, die die Polygamie bzw. mögliche Promiskuität der anderen Religionsstifter weit hinter sich lässt) gibt es auch nur in der christlichen Familiengeschichte.
Apropos Familiengeschichte, und dazu, wie stark die christliche Kirche von einer strukturell inzestuösen Konstellation geprägt ist (während sie zugleich, und nicht im Widerspruch dazu, ihre Gläubigen in einer viel tieferen Infantilität fixiert als das in den anderen Weltreligionen der Fall ist):
Denn sowohl die Dreifaltigkeit (Vater/Sohn/Heiliger Geist) als auch die Familie Christi (Maria / Josef / Sohn) spiegelt, wieder ganz anders als in Judentum und Islam, schon im Gründungsmythos des Christentums die Familiensituation wider, wobei die hysterische Marienverehrung in der katholischen Kirche sich andererseits ganz wunderbar zur Abwehr der ins Christentum eingeschriebenen und zugleich verteufelten Homosexualität eignet.
Ja, und wenn man sich Gottvater (sic) und seinen Sohn anschaut, die entscheidende Spezialität im Christentum, fällt wohl auch dem ahnungslosesten Betrachter recht schnell die Gewalttätigkeit Gottes seinem „Sohn“ gegenüber ins Auge. Dieselbe Gewalt, auf deren Hintergrund in den nachfolgenden Jahrtausenden seine selbst ernannten Vertreter auf Erden ihre ja sehr menschliche Natur ausleben, die ihnen ausgelieferten Schwächeren beherrschen zu wollen. Eben das, was sich in sexueller Gewalt an Kindern manifestiert.
Und nicht zufällig wird der Papst in der katholischen Kirche als der Stellvertreter Christi auf Erden ja der „Heilige Vater“ geheißen, also Väter all überall. Und die Kardinäle, Bischöfe, Priester usw., die ganze Hierarchie also von oben (Gott) bis unten (der Religionslehrer z. B.), sie alle treten als Gottes Stellvertreter und mit göttlichem Nimbus auf. (Wobei beim Umgang der Priester mit Ministranten, mit Kindern im Konfirmationsunterricht usw. in der christlichen Kirche unbewusst womöglich noch Vorstellungen über die homoerotisch geprägte Knabenerziehung im alten Griechenland mit herumspuken, wenn die Herren Priester zufassen oder sich von den Jungen sexuell bedienen lassen – es sind ja weit überwiegend Jungen, die von Kirchenmännern missbraucht werden.)
So weit, so schlecht, und das ist ja nun alles nichts Neues – doch wie sollten Kinder das durchschauen können, wenn ihre Eltern sie den Kirchenmännern „vertrauensvoll“ überlassen haben?!
Also, nochmal meine Bitte: Eltern, liefert Eure Kinder nicht mehr der Kirche aus ! Macht es wie die Iren – die kein Vertrauen mehr in eine Kirche haben, deren Gewalt im 20. Jahrhundert Zehntausende von Opfern in ihrem kleinen Land gefordert hat, und die aus diesen bitteren Erfahrungen bewundernswert schnell die richtigen Konsequenzen gezogen und sich von dieser Kirche abgewendet haben.
Denn kein Kind kann so unglücklich dadurch werden, dass es nicht Ministrant sein oder nicht mit auf eine Ferienfreizeit fahren soll, wie es sein Leben lang unglücklich und tief verstört sein wird, nachdem ein Mann Gottes es missbraucht hat. Und das nicht geschehen zu lassen, ist zuallererst die Aufgabe ihrer Eltern – denn von der Kirche und vom Staat können Ihre Kinder diesen Schutz in Deutschland leider nicht erwarten. Diesen Schutz mit allem Nachdruck einzufordern, ist das Eine – doch Ihre Kinder jetzt tatsächlich vor einem Missbrauch in der Kirche zu bewahren, diese Möglichkeit haben nur Sie, ihre Eltern.

Thomas Reinke  (September 2018)

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Niemals wird die Kirche zu Ihren Fehlern stehen ,ich bin auch ein Opfer der Kirche Mißbrauch und Mißhandlung , in den 70ziger Jahren . Es hört nie auf wen der Staat nicht hingeht und dem einen Riegel vorschiebt ! Der Staat steht genauso in der Verantwortung, seine Kinder zu schützen . Meine Seele leidet muß das jetzt auch anderen Kindern so gehen ? Das muß eine Ende haben !!!!!

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Was ich vermisst habe ist die Frage, warum die Opfer nicht ein echte Klage bei Gericht gegen die betr. Geistlichen einreichen? Es kann ja wohl nicht sein, daß Geistliche der Justiz schlichtweg entzogen werden??

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