Aufruf an Betroffene in Hildesheim

Im Bistum Hildesheim hat das Münchner Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) jetzt einen Aufruf an Betroffene gestartet, sich zu melden. Konkret geht es um Menschen, die sexualisierte Übergriffe durch den früheren Hildesheimer katholischen Bischof Heinrich Maria Janssen (1907-1988) oder den pensionierten Priester und früheren Jesuitenpater Peter Riedel erlitten haben. Der Aufruf richtet sich auch ausdrücklich an Menschen,  die Kenntnisse über solche Vorfälle haben.

Nach seiner Zeit als Jugendseelsorger und Religionslehrer am Berliner Canisius Kolleg von 1970 bis 1982 war Riedel von seinem Orden nach Göttingen abgeschoben worden, nachdem sich Jugendliche mit Missbrauchsvorwürfen an die Verantwortlichen des Ordens gewandt hatten.  Dennoch arbeitete Riedel in Göttigen von 1982 bis 1989 als Dekanatsjugendseelsorger – bis es auch dort zu Vorwürfen gegen ihn kam und er wiederum versetzt werden musste.

Anschließend war er bis 1997 als Pfarrer in der Gemeinde Guter Hirte in Hildesheim tätig, danach bis 1998 in Sankt Christophorus in Wolfsburg und schließlich bis 2003 in Sankt Maximilian Kolbe in Hannover, wo er schließlich früh pensioniert wurde. Seit dem lebt er im Ruhestand in Berlin.

 

ECKIGER TISCH unterstützt dieses Vorhaben. Wir haben die uns bekannten Fakten dem Institut zur Verfügung gestellt.

 

Hier der Aufruf des IPP: 20170320_HH_Aufruf_WebsiteIPP

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