Bilanz ziehen – Medienlinks

Pressegespräch Eckiger Tisch

Hier sind Links zur bisherigen Bericht- erstattung über un- ser Pressegespräch vom 26. Juli 2010 im Berliner Abgeordne- tenhaus, an dem etwa 30 Journalisten teilnahmen.

Die rbb-abendschau berichtete gestern, der Beitrag ist im Medienarchiv abrufbar. Ebenso zeigte tv.berlin einen Bericht.

Der Berliner Tagesspiegel titelt “Missbrauchsopfer fordern Geld vom Jesuitenorden” und zeigt in einem Kommentar auf der Meinungsseite, dass verstanden worden ist, worum es uns ging.

Auch die Berliner Zeitung berichtet, ebenso die taz, die Süddeutsche Zeitung, die Märkische Allgemeine, die Berliner Morgenpost, die BZ sowie der stern. Auch die Washington Post berichtet über den “square table”.

Die Berliner Morgenpost hat inzwischen ihre Berichterstattung erweitert. In einem Kommentar wird unsere Forderung nach rascher Genugtuung gestärkt. Zusätzlich erschien ein umfangreiches Dossier zur Situation der katholischen Kirche in Berlin ein halbes Jahr nach dem Mertes-Brief.

Der Deutschlandfunk sendete am 28. 7. ein Interview mit Matthias Katsch und Stefan Dartmann. Dies steht als Audio-File und zum Nachlesen zur Verfügung.

10 Antworten zu “Bilanz ziehen – Medienlinks”

  1. Steilvorlage sagt:

    Wie passt das zusammen:

    EINERSEITS äußert der Provinzial des Jesuitenordens (lt. Report BR 26.07.) erstmals grundsätzliches Verständnis für die Forderung der Betroffenen, die bisherigen Entschuldigungen auch durch materielle Leistungen zu untermauern…

    ANDERERSEITS versucht sein Ordensbruder, der ehemalige Rektor des Bonner Aloisiuskollegs, Mitglieder des bonner „eckigen Tischs“ mit einer Abmahnung wegen Persönlichkeitsrechtsverletzungen einzuschüchtern.

    EINERSEITS erbittet sich der Provinzial des Jesuitenordens in obiger Sache noch einige Wochen, um eine eigene Position zu formulieren…

    ANDERERSEITS war man bei der Streitwertfestsetzung bzgl. der Unterlassungserklärung ratz fatz bei der Sache. Dass hier ein Streitwert in Höhe eines EURO Betrages im hohen 5stelligen Bereich festgelegt wird, spricht für sich und nicht unbedingt für jesuitische Bescheidenheit ;-)

    Hier haben die SchlauenJungs ihrem Namen mal wieder alle Ehre gemacht. Hoffentlich wird es in pcto. EINERSEITS nicht zu dem sprichwörtlichen „der Berg kreißt und …“ kommen. Zu ANDERERSEITS ist jedenfalls zu sagen, dass man hier aus einer Maus einen Berg gemacht hat…

    Die unseligen Diskussionen bis hin zu den Verhöhnungen der Opfer in den letzten Monaten, bereiten erneut unsägliches Leid. Allen, die sich in ehrlicher und aufrichtiger Absicht um eine Aufarbeitung dieser Geschehnisse bemühen, sei daher gesagt: “an ihren Taten sollt ihr sie erkennen” (Matthäus 7.2) und nicht an ihren Worten (dieser Spruch ist mir aus meiner Schulzeit noch bestens präsent, wenn meine – die Schülereltern zum Spenden aufgerufen wurden).

  2. Anselm Neft sagt:

    Liebe Steilvorlage,

    das muss ja auch nicht zusammenpassen. Jesuit ist ja nicht Jesuit. Pater Schneider handelt doch nicht im Namen des Ordens, und die 75.000 Euro wird wohl der Rechtsanwalt ausbaldowert haben.

    Allerdings bleibt die Frage, warum Provinzial Dartmann seinen Mitbruder Schneider nicht vor törichten Taten bewahrt. In einem Brief an mich schreibt Dartmann zu dieser Frage:

    “Einem Mitbruder, gegen den in der Öffentlichkeit Vorwürfe erhoben werden, die er als Verleudmung erfährt, werde ich empfehlen, sich mit einem Anwalt zu beraten, ob er dagegen juristisch vorgehen soll. Priorität des Opferschutzes bedeutet nicht, dass man sich gegen unwahre Behauptungen nicht zur Wehr setzen darf. Alles andere würde den Rechtsstaat aushebeln.”

    Es ist tröstlich, dass sich ein Jesuitenoberer für den Erhalt des Rechtsstaates interessiert, auch wenn er uns nicht verrät, welche unwahren Behauptungen über Pater Schneider in der Öffentlichkeit kursieren.

    Jemand, der Pater Stüper beim Fotografieren eines nackten Schützlings auf der Terrasse seines Büros antrifft und den Schützling dort wegholt, damit es keinen “Anlass zu Missinterpretation” (O-Ton Abschlussbricht Raue) gibt, kann doch nicht ernsthaft erwarten, dass man ihn nicht als “Mitwisser” benennt. Aber dieses Wort ist es, gegen das Schneider juristisch zu Felde zieht. Da es keine Strafverfahren gegen den nun verstorbenen Pater Stüper gegeben hat, ist Schneider wohl tatsächlich kein Mitwisser im justiziablen Sinne. Dennoch wäre es wünschenswert, dass er und der Orden seine Verantwortung gegenüber den Schutzbefohlenen des Aloisiuskollegs klarer benennen. Und dazu gehört, dass Schneider (wenn auch nicht in jedem einzelnen Fall) vom inakzeptabeln Verhalten Stüpers nachweislich Kenntnis besessen hat. Viele sind sehr enttäuscht darüber, dass Pater Schneider, zu dem sie aufgesehen haben, sich nun so schwach und jämmerlich verhält.

  3. Steilvorlage sagt:

    Spätestens seit dem Interview, das Herr Pater Dartmann dem Deutschlandfunk gegeben hat (28.07.), in dem er bzgl. eines weiteren Hinauszögerns der Opferentschädigungszahlung den schwarzen Peter der Bundesregierung zugespielt hat, ist klar, dass sich die Opfer in pcto. „Entschädigung“ in Geduld zu fassen haben oder um es mit den Worten des Herrn Dohnanji auszudrücken: die Porsche Bestellung (report BR 26.07.) wird wohl nix mehr in diesem Jahr.

    Es liegt jetzt an uns, die Zusage des Herrn Pater Dartmann, ein weiteres Gespräch mit ALLEN von Missbrauch durch Jesuiten betroffenen Opfern führen zu wollen, aufzugreifen (Schreiben vom 24.07. an den „eckigen Tisch“ / auch nachzulesen auf der home page jesuiten.org). Ich denke, diesem von Herrn Pater Dartmann gemachten Angebot eines direkten „face to face“ Dialogs sollten die Opfer vorurteilsfrei folgen und auf eine möglichst zeitnahe Durchführung eines solchen Treffens zu drängen.

  4. Georg Bohn sagt:

    Lieber Anselm Neft,

    ´das muss ja auch nicht zusammenpassen. Jesuit ist ja nicht Jesuit. Pater Schneider handelt doch nicht im Namen des Ordens..´

    Das ist vielleicht nicht ganz falsch, gebe jedoch zu Bedenken, dass Pater Dartmann, Provinzial der Jesuiten in Deutschland, bereits an mehreren Stellen betont hat, dass der Orden selbstverständlich Pater Schneider und auch andere, darin unterstützt einen Anwalt zu engagieren..

  5. otto von corvin sagt:

    ’1 FRFR 2, 29
    (Castelgandolfo, GB, spanien)

    Von den evangelischen, protestantischen, lutherischen und anderen nichtrömischen Predigten hört man auch zuzeiten Unsinn, welcher dem vorangeführten nicht viel nachgibt. Ich kannte einen Garnisonsprediger Ziehe in Berlin, der sehr häufig in Knittelversen predigte. Meistens reden die Herren aber langweilen Unsinn.

    Hätten die Mönche weiter nichts getan als schlechte Schauspiele aufgeführt und verrückte Predigten gehalten, dann könnte man ihnen ihr Dasein allenfalls verzeihen, allein sie übten einen unendlich unheilvollen Einfluß dadurch, daß sie sich der
    S. 262

    Erziehung des Volkes bemächtigten und über die Schule hinaus demselben Laster einimpften, die in den Klostermauern ausgebrütet wurden und in denselben die größten Schandtaten und Niederträchtigkeiten hervorbrachten, die in der “Welt” sicher sehr selten vorkommen und dann mit den härtesten und entehrendsten Strafen, die das Gesetz vorschreibt, bestraft werden.

    Wer von den Klostergeistlichen nichts weiter kennt als ihre Lächerlichkeiten, der ist gar leicht geneigt, sie für harmlose Dummköpfe zu halten; wer aber tiefer in das Klosterleben hineinsieht, der entsetzt sich vor der Bosheit und Verworfenheit dieser “frommen” Herren, die in echt römisch-katholischen Ländern noch heute den größten Einfluß haben.

    Mönche zu Lehrern des Volkes zu machen ist das größte und verderblichste Unrecht, welches man an demselben begehen kann, und unbegreiflich bleibt es, daß die Erfahrungen von Jahrhunderten darüber noch nicht genügend aufgeklärt haben und daß in vielen Ländern Europas das Schulwesen mit dem Mönchswesen auf das engste verbunden und selbst in protestantischen Ländern von der Kirche abhängig gemacht worden ist.

    Das pedantische Pennalwesen, welches noch heutzutage selbst in vielen – protestantischen Schulen, besonders in England, herrscht, ist die Folge der Mönchsschulen, wo die Kinder auf die schauderhafteste Weise behandelt wurden.

    Man sollte es kaum für möglich halten, daß die preußische Regierung noch am Anfang dieses Jahrhunderts den Trappisten, den allerwahnsinnigsten Mönchen, die es gab, die Erlaubnis erteilte, zu Bieren und Walda im Paderbornischen Schulen zu errichten!

  6. Georg Bohn sagt:

    @otto von corvin
    ..ja und im gleichen Sinne, dass die Zentrumspartei, Vorläuferin der CDU in Deutschland genau deswegen gegründet wurde um dieses Treiben in seinem Weiterbestand zu sichern, woran schon Bismarck gescheitert ist und was auch Angela Merkels Bereitschaft erklärt den Runden Tisch als sicheren Hafen für die Kirche zu initieren und auch die Intetion desjenigen erraten lässt.

  7. Unterwegs sagt:

    “Dürfen nicht so großzügig die Hände aufmachen”
    St. Pöltens Diözesanbischof Klaus Küng: Zurückhaltung bei Zahlungen an Missbrauchsopfer, eine Absage an die Klasnic-Kommission und keine schwulen Priester

    STANDARD-Interview vom 3. August 2010

    http://derstandard.at/1277339443707/STANDARD-Interview-Duerfen-nicht-so-grosszuegig-die-Haende-aufmachen

  8. Unterwegs sagt:

    Bischof Müller im Gespräch vom 02.08.2010 mit der Süddeutschen Zeitung

    Er hält den Rücktritt des Augsburger Bischofs Walter Mixa für unnötig.

    “Die Herde wird kleiner, aber nicht verzagter”

    http://www.sueddeutsche.de/bayern/bischof-mueller-im-gespraech-die-herde-wird-kleiner-aber-nicht-verzagter-1.983108

  9. Unterwegs sagt:

    53.000 Ministranten bei Papst Benedikt in Rom

    An der internationalen Wallfahrt nehmen auch 3200 Ministranten aus Österreich teil. Am Mittwoch sind sie zu einer Audienz beim Papst geladen. Für die Veranstalter ist Missbrauch kein großes Thema.

    http://diepresse.com/home/panorama/religion/585182/index.do?_vl_backlink=/home/panorama/index.do

    Ein Petersplatz voller Messdiener

    http://www.katholisch.de/Nachricht.aspx?NId=4648

    Radio Vatikan

    Vatikan: Papst trifft Ministranten

    http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=413120

    Vatikan: „Ungerechte Vorwürfe, mit Heiligkeit antworten“

    http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=413108

  10. Unterwegs sagt:

    The Economist
    The church and the law
    Calling time on theocracy
    Complacency has blinded the Vatican to the gravity of the abuse crisis
    Aug 5th 2010

    http://www.economist.com/node/16743323?story_id=16743323

    The fate of Catholic Europe
    The void within

    http://www.economist.com/node/16740795