Am Bonner Aloisiuskolleg arbeitet seit Juni ein neues Team von Ermittlerinnen. Prof. Julia Zinsmeister von der FH Köln, Rechtsanwältin Petra Ladenburger und die Psychotherapeutin Inge Mitlacher sollen die Aufklärungsarbeit weiterführen.
Der hoffnungsvolle Neuanfang wird getrübt durch die Tatsache, dass einige Betroffene und eine engagierte Journalistin inzwischen anwältliche Drohbriefe von einem Jesuiten erhalten haben. Einen Überblick über die ambivalente Situaion gibt dieser WDR-Bericht:
http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/rueckschau/2010/07/19/lokalzeit_bonn.xml?mo=386

Als Teil der von Pater Stüper in Jahrzehnten geschaffenen Inszenierung steht die Skulptur der “Kirschkernspucker” im Park “seiner Schule”.
Die zahlreichen Fotographien von mehr oder weniger bekleideten Schülern mussten 2007 nach Intervention von Frau Raue abgehängt werden. Letzte Woche ist er gestorben. So wird in Zukunft nur noch diese von L. Stüper angeschaffte Skulptur an sein “Himmelreich für Pädophile” (Zitat TiBi) am Bonner Aloisius-Kolleg erinnern.
Und sein Grab! Er wird am Aloisiuskolleg begraben, unterhalb der Wiese auf der er seine ´schönsten´Bilder machte!
Bestattet wird er auf dem Kollegsfriedhof, wo schon Brüning und Wallmeyer liegen.
Herr Pater Dr. Theo Schneider hat mit der Zustellung von Abmahnungen an Missbrauchsopfer sowie eine Journalistin wegen (angeblicher) Persönlichkeitsrechtsverletzungen und der Streitwertfestsetzung in der Sache in Höhe von 75.000 EUR bzgl. der Forderung der Opfer nach Entschädigungszahlung eine Steilvorlage geliefert.
Es sei Jedem überlassen, abzuwägen, welches Vergehen als schwerwiegender zu bewerten und dem zu Folge auch mit einer höheren Strafe – Buße zu belegen ist: die Verletzung der Persönlichkeitsrechte (wenn die denn dann in diesem Fall überhaupt vorliegt) oder der (zum Teil wiederholte) Missbrauch an Kindern/Jugendlichen (der unbestrittener fact ist). Das angedrohte Einklagen einer Zahlung in Höhe von bis zu 75.000 EUR im Falle der „fortgesetzten“ Persönlichkeitsrechtsverletzung sollte den Missbrauchsopfern bzgl. ihrer Forderungen auf Entschädigungszahlung und deren Höhe zu denken geben.
Herr Pater Dr. Theo Schneider, bzw. der ihn vertretende Anwalt, werden im Falle einer Liquidation dieser 75.000 EUR, nicht zimperlich sein. Dieses an den Tag gelegte Verhalten (das einen Schlag in das Gesicht eines jeden Opfers darstellt) sollte den Opfern ebenfalls zu denken geben bzgl. der ihnen bis dato abverlangten Geduld.
Schon klar, damit haben die Jesuiten selbst die Messlatte auf mindestens 75.000 Euro für eine ´Persönlichkeitsverletzung ´gelegt. Die Frage ist aber, ob das Absicht war. Ob sie nicht eigentlich viel höhere Forderungen befürchtet haben?
Hallo zusammen,
mich würde interessieren, was konkret und im Detail der Anlass der Abmahnschreiben von P. Schneider war und welchen Inhalt die Schreiben haben.
Wer kann mir da weiterhelfen?
In einem ging es wohl um eine niemals getätigte Aussage, in einem anderen um seine Mitwisserschaft, die er schizophrenerweise immer noch abstreitet obwohl er sie wiederholt in Interviews sowohl auch Frau Raue gegenüber eingestanden hat. Die Vermutung liegt also Nahe, dass hier nur die Opfer eingeschüchtert werden sollten.
Als Klagewert wurde 75.000 Euro festgesetzt. Das wäre auch eine interessante Marke in Bezug auf Genugtuungszahlungen, obwohl n den USA bis zu einer Million gezahlt werden musste.
Up’s, wer hat denn da den WDR Bericht über „anwaltliche Drohbriefe“ weggehext.
Die WDR Erklärung dazu, dass: „entweder der Inhalt nicht mehr zutreffend sei oder nur zeitlich begrenzt zur Verfügung gestellt werden dürfe“, kann hier doch wohl nicht zutreffen???
Ein Schelm, der dabei Schlechtes denkt.
hat das jemand aufgezeichnet?
Inzwischen findet sich auf der Webseite des AKO folgender Eintrag:
http://www.aloisiuskolleg-bonn.de/deutsch/sexueller_missbrauch.htm
Thema: Sexueller Missbrauch
Seit Januar 2010 sind Vorwürfe sexuellen Missbrauchs oder sexueller Übergriffe gegen Kinder und Jugendliche am Aloisiuskolleg bekannt geworden. Die bisher bekannten Vorwürfe erstrecken sich auf die Zeit der 50er Jahre bis zum Jahr 2005 und richten sich gegen mehrere Mitglieder des Jesuitenordens und einige Mitarbeiter des Aloisiuskollegs.
Das Aloisiuskolleg erbittet Verzeihung von den Betroffenen für das erlittene Unrecht und die Verletzungen, die diesen in den letzten Jahren und Jahrzehnten von Jesuitenpatres oder Mitarbeitern des Kollegs zugefügt worden sind. Verzeihung erbittet das Aloisiuskolleg auch dort, wo eine Kultur des Wegsehens und Weghörens um sich gegriffen hat, Berichte oder Hinweise von Betroffenen nicht zur Kenntnis genommen oder die Möglichkeit von sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche gar geleugnet worden ist.
Das Aloisiuskolleg versucht nach Maßgabe seiner Möglichkeiten, die Aufarbeitung von Fällen sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche voranzutreiben und zu unterstützen und alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, die jetzt und in Zukunft helfen sollen, sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche zu verhindern. Dazu gehört ein umfassendes Präventionskonzept, das im Herbst 2010 der Kollegsöffentlichkeit vorgestellt werden soll. Informationen zum Präventionskonzept und Stellungnahmen des Aloisiuskollegs finden Sie hier.
Das Aloisiuskolleg begrüßt, dass die Bundesbeauftragte für sexuellen Missbrauch, Frau Dr. Christine Bergmann, vom Provinzial der deutschen Jesuiten, P. Stefan Dartmann SJ, gebeten worden ist, ihm eine Person zur Leitung des externen und unabhängigen Teams zu nennen, das die Aufarbeitung der Vorwürfe sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche am Aloisiuskolleg vorantreiben soll. Frau Prof. Dr. Julia Zinsmeister, Dozentin an der FH Köln erhält hierbei Unterstützung durch Frau Rechtsanwältin Petra Ladenburger und die Supervisorin und Kommunikationstrainerin Inge Mitlacher. Sie haben die Arbeit aufgenommen und wollen bis Ende 2010 einen Bericht über ihre Untersuchungsergebnisse vorlegen. Das unabhängige Untersuchungsteam um Frau Prof. Dr. Zinsmeister ist zu erreichen unter:
Kanzlei Petra Ladenburger
Tel. 0221 – 97312880
Email: untersuchungako@kanzlei-ladenburger.de
Homepage: http://www.untersuchung-aloisiuskolleg.de
Der Beitrag ist nicht mehr verfügbar, weil das Medienrecht nach Intervention der privaten Medien so geändert wurde, dass Inhalte nur noch sehr begrenzt online zur Verfügung gestellt werden dürfen.
Hat also nichts mit einer jesuitischen Weltverschwörung zu tun.