“Im Moment versuchen viele, die Hotline anzurufen; deswegen können leider längere Wartezeiten entstehen. Bitte, versuchen Sie es weiter!?“”
Archiv für März 2010
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Dienstag, 30. März 2010Statistik-Puzzle der Jesuiten-Geschädigten
Dienstag, 30. März 2010Wie viele Meldungen von Betroffenen gibt es denn nun eigentlich nach aktuellem Stand an den Jesuitenschulen?
Hier ein Zahlenpuzzle aus den verfügbaren Zeitungsmeldungen:
Herr Mertes nannte am 19. März 2010 für das Berliner Canisius-Kolleg 60 Fälle. Intern verlautete hierzu, es handle sich um 35 Meldungen zu Riedel und 25 zu Statt.
Am Kolleg St. Blasien haben sich laut Johannes Siebner (24. März 2010) 11 Betroffene gemeldet. Alle Meldungen beziehen sich auf Statt.
Für das Ansgar-Kolleg in Hamburg nennt der jetzige Schulleiter (Stand: 4. Februar 2010) auf der Website der Schule 5 Meldungen, die sich auf Statt oder Ehlen beziehen.
Das wären insgesamt etwa 40 Meldungen zu Statt und 35 zu Riedel.
Der Zwischenbericht vom AKO ist derzeit leider online nicht verfügbar.
Gibt es irgend jemanden, der für Aufklärung und Klarheit sorgt?
TV-Hinweis: “Elfenbeinturm Vatikan”
Dienstag, 30. März 2010
Aus aktuellem Anlass zeigt arte am 30. März 2010 (Wiederholung: 2. April 2010 um 10:35 Uhr) im Rahmen eines Themenabends folgende Dokumentationen:
20:15 – 21:00 Uhr
Die Kirche, die Katholiken und das Leben
21:00 – 21:45 Uhr
Die Welt des Benedikt XVI.
Widerwärtigkeiten…
Samstag, 27. März 2010
“Herr, vergib ihm seine Geduld”
Samstag, 27. März 2010
Peter Wensierski kommentiert auf SPIEGEL ONLINE: “Der Papst gerät wegen des Umgangs mit Missbrauchfällen weiter ins Zwielicht: Die im Jahr 1996 von ihm geführte Glaubenskongregation hat damals auf Strafen gegen einen pädophilen Priester verzichtet. Benedikts Autorität als Kirchen- führer schwindet – warum ist er eigentlich noch im Amt?” weiter >
SPIEGEL-TV am 24. März 2010
Mittwoch, 24. März 2010“El precio del silencio”
Dienstag, 23. März 2010
Beitrag des spanischen Fernsehens TVE vom 22. März 2010 mit dem Titel “Der Preis des Schweigens”, in dem unter anderem über Wolfgang Statts Reisen mit Schülern nach Nordspanien und dortige Missbrauchs-handlungen berichtet wird.
Der Beitrag beginnt bei Minute 29:10.
Portrait der Rechtsanwältin Manuela Groll
Montag, 22. März 2010
Manuela Groll vertritt eine Gruppe von Betroffenen, die von Jesuiten betriebene Schulen besucht hatten.
Im TAGESSPIEGEL vom 22. März 2010 findet sich ein Portrait über sie.
Auf ihrer Homepage gibt es die Kontakt-informationen.
Stellungnahme von Geschädigten zu den Be- richten über mögliche Entschädigungszahlungen durch die katholische Kirche
Samstag, 20. März 2010Als Geschädigte erwarten wir von einer Institution wie dem Jesuitenorden bzw. der Katholischen Kirche, dass sie sich Gedanken macht, wie sie von sich aus in tätiger Buße auf die Opfer zu gehen kann. Wir erwarten, dass wir nicht gezwungen sein werden, individuell auf dem Rechtsweg Ansprüche zu erheben und durchzusetzen.
Deshalb begrüßen wir die jetzt bekannt gewordenen Überlegungen zu einem Angebot über eine finanzielle Genugtuung als Schritt in die richtige Richtung.
Unbürokratische Lösungen sind notwendig und gut, doch es kommt auf das Kleingedruckte an:
An welche Bedingungen werden die Leistungen geknüpft?
Welche Wege müssen von den Geschädigten eingeschlagen werden?
Wer verwaltet den Fonds, wie hängen Aufklärung und finanzielle Genugtuung zusammen?
Ent-schädigung oder Wiedergutmachung wäre der falsche Ausdruck: Was zerstört wurde kann nicht wieder gut gemacht werden. Der Schaden ist angerichtet und die Betroffenen haben gelernt, damit zu leben. Eine finanzielle Genugtuung würde aber die Schuld der Täter anerkennen und den Geschädigten damit eine Last abnehmen.
Daneben geht es aber auch um unbürokratische Angebote zur Unterstützung in praktischen Fragen: Manche Geschädigte haben große Schwierigkeiten gehabt, beruflich Fuß zu fassen, weil sie ihre Lebensenergie jahrelang in die Bewältigung der Folgen des Missbrauchs gesteckt haben. Nach der Aufdeckung möchten sie jetzt einen neuen Anfang wagen. Bei manchen sind Kosten für Therapien entstanden. Andere wiederum begeben sich nun in Therapie, nachdem der Schleier von den verdrängten Erfahrungen weggezogen wurde. Sie erleben sich in diesen Wochen als erneut traumatisiert. Deshalb braucht es schnelle und unkomplizierte Hilfsangebote.
Für beides − die Hilfen und die finanzielle Genugtuung − muss aber gelten: Es sollten Angebote sein, die für die Geschädigten annehmbar sind, ohne erneut vor den Kopf gestoßen zu werden, etwa durch langwierige und undurchschaubare Antragsverfahren und Kriterien. Die Verwaltung und Auszahlung von Leistungen sollte nicht von den Vertretern der Täter selbst organisiert und verantwortet werden, da viele Geschädigte keinen Kontakt mit der Täterseite mehr ertragen.
stern: Ich war 11 Jahre alt …
Freitag, 19. März 2010
Der Stern erinnert mit dem aktuellen Titel an frühere Bekenntnistitel (zum §218 z. B.), er lässt also Betroffene zu Wort kommen.
In der Online-Ausgabe findet sich auch die Schilderung eines Geschädigten vom Aloisiuskolleg.